Wohnwagen anmelden: Was kostet die Zulassung wirklich?

Wohnwagen anmelden: Kosten im Überblick

Einen Wohnwagen anzumelden kostet in Deutschland je nach Weg zwischen 25 und 65 Euro an Zulassungsgebühren, zuzüglich 15 bis 40 Euro für die Kennzeichen. Online über das i-Kfz-Portal ist die Anmeldung ab 12,80 Euro möglich. Hinzu kommen Kfz-Steuer und Versicherungskosten als laufende Posten.

Was kostet es, einen Wohnwagen anzumelden?

Die Gesamtkosten für die Wohnwagen-Zulassung setzen sich aus mehreren Positionen zusammen. Wer den Wohnwagen persönlich an der Zulassungsstelle anmeldet, zahlt je nach Landkreis rund 25 bis 40 Euro Verwaltungsgebühr. Die günstigere Alternative ist die Online-Zulassung über das bundesweite i-Kfz-Portal: Hier sind die Gebühren einheitlich und liegen bei 12,80 Euro für die Zulassung selbst.

Dazu kommen die Nummernschilder. Zwei Kennzeichenschilder kosten beim Schilderpräger vor Ort rund 20 bis 40 Euro, online oft weniger. Wer ein Wunschkennzeichen reservieren möchte, zahlt dafür zusätzlich rund 10,20 Euro. Unterm Strich liegst du mit allem zusammen realistisch bei 55 bis 95 Euro für die reine Anmeldeprozedur, bevor Steuer und Versicherung überhaupt eine Rolle spielen.

Wie teuer ist die Online-Zulassung im Vergleich zum Amt?

Über das i-Kfz-Portal sparst du spürbar: Die internetbasierte Erstzulassung kostet einheitlich 13,10 Euro, hinzu kommen gegebenenfalls Portokosten für zugesendete Unterlagen sowie 4,40 Euro für das Kraftfahrt-Bundesamt, falls noch keine Zulassungsbescheinigung Teil II vorliegt. Vor Ort bei der Zulassungsstelle sind es im Schnitt 27 bis 35 Euro. Bei häufigeren Zulassungsvorgängen lohnt sich die Online-Route also schnell.

Kostenposition Zulassung vor Ort Online (i-Kfz)
Zulassungsgebühr 25 – 40 € 12,80 – 13,10 €
KBA-Gebühr (ggf.) enthalten ca. 4,40 €
Wunschkennzeichen (optional) ca. 10,20 € ca. 10,20 €
Kennzeichenschilder (2 Stück) 20 – 40 € 15 – 30 € (online bestellt)
Gesamtkosten (ohne Steuer/Versicherung) ca. 55 – 90 € ca. 45 – 60 €

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Was brauche ich, um einen Wohnwagen anzumelden?

Ohne die richtigen Unterlagen ist eine Zulassung nicht möglich. Kurz: Wer unvorbereitet zur Behörde fährt, verliert Zeit und unter Umständen eine zweite Anfahrt. Das solltest du vollständig mitbringen:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass (mit Meldebescheinigung, falls der Ausweis nicht die aktuelle Adresse trägt)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II (ehemals Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief)
  • Nachweis einer gültigen Hauptuntersuchung (HU-Bericht oder HU-Plakette)
  • eVB-Nummer der Kfz-Versicherung (elektronische Versicherungsbestätigung)
  • SEPA-Lastschriftmandat für die automatische Kfz-Steuer-Abbuchung

Bei einem Halterwechsel kommt noch eine Vollmacht hinzu, wenn du nicht selbst der Vorbesitzer bist. Beim Neukauf vom Händler liefert dieser in der Regel die meisten Dokumente direkt mit.

Brauche ich eine Gasprüfung für die Anmeldung?

Eine separate Gasprüfung ist für die Zulassung selbst kein Pflichtdokument, das du bei der Zulassungsstelle vorlegen musst. Allerdings prüft die Hauptuntersuchung auch die Gasanlage eines Wohnwagens. Wer seinen Wohnwagen also vor der Anmeldung zur HU bringt, sollte die Gasanlage in einwandfreiem Zustand haben. Eine freiwillige Gasprüfung nach DVGW-Norm (rund 80 bis 150 Euro beim Fachbetrieb) empfiehlt sich in jedem Fall aus Sicherheitsgründen, ist aber kein eigenständiges Zulassungserfordernis.

Kfz-Steuer für den Wohnwagen: Was kommt laufend dazu?

Die einmaligen Anmeldekosten sind eine Sache. Die Kfz-Steuer ist der Posten, der dauerhaft zu Buche schlägt. Für Wohnwagen und Anhänger gilt in Deutschland ein einheitlicher Steuersatz von 7,46 Euro pro 200 kg zulässigem Gesamtgewicht. Der Höchstbetrag liegt bei 373,24 Euro pro Jahr.

Konkret bedeutet das: Ein Wohnwagen mit 1.500 kg zulässigem Gesamtgewicht wird auf Basis von 8 angefangenen 200-kg-Einheiten berechnet, also 8 x 7,46 Euro = 59,68 Euro Steuer pro Jahr. Bei 2.500 kg wären es entsprechend rund 99,47 Euro. Erst bei sehr schweren Anhängern über ca. 10.000 kg würde der Höchstbetrag greifen.

Saisonkennzeichen für den Wohnwagen: Kosten und Vorteil

Wer seinen Wohnwagen nur saisonal nutzt, kann ein Saisonkennzeichen beantragen. Das ist besonders sinnvoll, da die Kfz-Steuer dann nur anteilig für die zugelassenen Monate anfällt. Die Gebühr für das Saisonkennzeichen liegt bei denselben Zulassungskosten wie eine reguläre Anmeldung, also 25 bis 40 Euro vor Ort. Der Zeitraum muss mindestens 2 und darf höchstens 11 Monate betragen. Wer seinen Wohnwagen von März bis Oktober nutzt, zahlt nur für 8 Monate Steuer. Pi mal Daumen lässt sich so bei einem 1.500-kg-Gespann rund 15 bis 20 Euro im Jahr sparen.

Wohnwagen ummelden bei Halterwechsel: Was kostet das?

Beim Kauf eines gebrauchten Wohnwagens ist eine Ummeldung nötig. Die Kosten für eine Umschreibung ohne Kennzeichenwechsel innerhalb desselben Zulassungsbezirks liegen bei rund 25 bis 35 Euro. Bei einem Wechsel in einen anderen Landkreis, also mit neuem Kennzeichen, fallen 30 bis 45 Euro an. Dazu kommen wieder die Kosten für neue Schilder (15 bis 40 Euro) sowie optional ein Wunschkennzeichen.

Wichtig: Wer einen Wohnwagen kauft und ummelden möchte, muss vor der Fahrt zur Zulassungsstelle bereits eine eVB-Nummer der eigenen Versicherung haben. Die alte Versicherung des Vorbesitzers gilt nicht automatisch weiter. Das ist ein Klassiker, der viele überrascht.

Was kostet die Wohnwagen-Anmeldung online bei einem Halterwechsel?

Die internetbasierte Umschreibung mit Halterwechsel über das i-Kfz-Portal kostet bundesweit einheitlich 12,80 Euro, sofern das Kennzeichen beibehalten wird. Wechselt das Kennzeichen, entstehen wieder Kosten für neue Schilder. Voraussetzung für die Online-Ummeldung ist, dass beide Parteien einen gültigen Online-Ausweis (eID) besitzen und die Zulassungsbescheinigung Teil II einen Sicherheitscode trägt. Fehlt einer dieser Punkte, muss der Gang zur Behörde sein.

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Lohnt sich der Besitz eines Wohnwagens finanziell?

Die Frage ist berechtigt. Hand aufs Herz: Ein Wohnwagen ist keine günstige Angelegenheit, wenn man alle Kosten auf den Tisch legt. Neben dem Kaufpreis fallen laufend an: Kfz-Steuer (ab ca. 30 Euro/Jahr für leichte Modelle), Haftpflichtversicherung (je nach Wert und Anbieter 50 bis 200 Euro/Jahr), Campingplatzgebühren (10 bis 50 Euro/Nacht), Wartung und HU alle zwei Jahre sowie Winterlagerung, falls kein eigener Stellplatz vorhanden ist.

Dem gegenüber stehen die Vorteile: Campingplätze sind deutlich günstiger als vergleichbare Hotelzimmer. Wer regelmäßig und mehrere Wochen im Jahr unterwegs ist, rechnet den Wohnwagen schneller raus als jemand, der ihn nur zweimal im Sommer nutzt. Die Faustregel in der Reisecommunity lautet: Ab etwa 30 bis 40 Übernachtungen pro Jahr beginnt sich ein Wohnwagen gegenüber Hotelbuchungen zu rechnen.

Hinzu kommt der Freiheitsfaktor. Klingt nach Werbung? Ist aber Realität für viele Wohnwagennutzer, die genau das als Hauptargument nennen. Keine Buchungszwänge, spontane Streckenänderungen, Haustiere problemlos dabei.

Was besagt die 28-Tage-Regel bei Wohnwagen?

Die sogenannte 28-Tage-Regel ist im deutschen Camping-Kontext häufig missverstanden. Sie stammt ursprünglich aus dem britischen Planungsrecht und besagt dort, dass Grundstückseigentümer ihr Land an bis zu 28 Tagen im Jahr für Camping ohne Baugenehmigung nutzen dürfen. In Deutschland gibt es keine direkt entsprechende bundesweite Regelung. Hierzulande gilt grundsätzlich das Prinzip, dass Zelten und Campieren außerhalb ausgewiesener Plätze genehmigungspflichtig oder verboten ist. Die 28-Tage-Regel sollte also im deutschen Kontext nicht als Freifahrtschein für wildes Campen verstanden werden. Wer auf Privatgelände übernachten möchte, braucht stets die Genehmigung des Grundstückseigentümers und muss lokale Bauordnungsvorschriften prüfen.

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Häufige Fragen

Wie teuer ist es, einen Wohnwagen anzumelden?

Die Zulassungsgebühr liegt vor Ort bei der Zulassungsstelle je nach Landkreis zwischen 25 und 40 Euro. Über das i-Kfz-Online-Portal sind es einheitlich 12,80 Euro. Hinzu kommen Kosten für die Kennzeichenschilder (15 bis 40 Euro) und optional ein Wunschkennzeichen (rund 10,20 Euro). Insgesamt sind es für die reine Anmeldeprozedur 45 bis 95 Euro, ohne laufende Kosten wie Steuer und Versicherung.

Was brauche ich, um einen Wohnwagen anzumelden?

Für die Anmeldung benötigst du einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, die Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II, einen aktuellen HU-Nachweis, die eVB-Nummer deiner Kfz-Versicherung sowie ein SEPA-Lastschriftmandat für die Kfz-Steuer. Bei einem Halterwechsel ist zusätzlich der ausgefüllte Kaufvertrag oder eine Vollmacht nötig, wenn du nicht persönlich erscheinst.

Was kostet ein Nummernschild für einen Wohnwagen?

Zwei Kennzeichenschilder kosten beim Schilderpräger vor der Zulassungsstelle in der Regel 20 bis 40 Euro. Online bestellte Schilder sind oft günstiger und liegen bei 15 bis 25 Euro für beide. Dazu kommen die Zulassungsgebühren von 25 bis 40 Euro vor Ort. Insgesamt ist man für Schilder plus Anmeldegebühr mit rund 45 bis 80 Euro dabei.

Was kostet die Anmeldung bei der Zulassungsstelle?

Die Gebühren variieren je nach Zulassungsbezirk leicht. Typisch sind 27 bis 35 Euro für eine Neuzulassung vor Ort. Die internetbasierte Erstzulassung über i-Kfz kostet einheitlich 13,10 Euro plus ggf. 4,40 Euro für das Kraftfahrt-Bundesamt, wenn keine Zulassungsbescheinigung Teil II vorliegt. Portkosten für zugesandte Unterlagen können ebenfalls berechnet werden.

Wie hoch ist die Kfz-Steuer für einen Wohnwagen?

Die Kfz-Steuer für Wohnwagen und Anhänger beträgt einheitlich 7,46 Euro je angefangene 200 kg zulässigem Gesamtgewicht, maximal 373,24 Euro pro Jahr. Ein Wohnwagen mit 1.500 kg zulässigem Gesamtgewicht kostet rund 60 Euro Steuer pro Jahr. Mit einem Saisonkennzeichen lässt sich die Steuer auf die tatsächlich genutzten Monate reduzieren.

Lohnt sich der Besitz eines Wohnwagens?

Das hängt stark von der Nutzungsintensität ab. Bei regelmäßiger Nutzung von 30 bis 40 Nächten pro Jahr rechnet sich ein Wohnwagen im Vergleich zu Hotelbuchungen. Laufende Kosten wie Steuer, Versicherung, Wartung und Stellplatz liegen im Schnitt bei 500 bis 1.500 Euro pro Jahr, je nach Modell und Nutzung. Wer nur einige wenige Wochenenden pro Saison campt, ist mit einem Mietwohnwagen oft günstiger bedient.

Was besagt die 28-Tage-Regel für Wohnwagen?

Die 28-Tage-Regel kommt aus dem britischen Planungsrecht und hat in Deutschland keine direkte gesetzliche Entsprechung. Sie erlaubt es in Großbritannien, Privatgelände bis zu 28 Tage im Jahr ohne Baugenehmigung für Camping zu nutzen. In Deutschland ist wildes Campen ohne Genehmigung grundsätzlich nicht erlaubt. Wer auf Privatgelände übernachten möchte, braucht immer die Zustimmung des Grundstückseigentümers und muss örtliche Vorschriften beachten.

Kann ich einen Wohnwagen online zulassen?

Ja, sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind. Für die Online-Zulassung über das i-Kfz-Portal benötigst du einen Personalausweis mit aktivierter Online-Funktion (eID), ein geeignetes Lesegerät oder die AusweisApp sowie eine Zulassungsbescheinigung Teil II mit gültigem Sicherheitscode. Die Kosten sind mit 12,80 bis 13,10 Euro deutlich günstiger als der Gang zur Behörde. Kennzeichenschilder kannst du separat online bestellen und vorab prägen lassen.

Wer seinen Wohnwagen neu anmelden oder nach einem Halterwechsel ummelden möchte, ist mit vollständigen Unterlagen und einer vorab geholten eVB-Nummer gut vorbereitet. Die Online-Zulassung über das i-Kfz-Portal spart Zeit und Geld, sofern alle technischen Voraussetzungen passen.