Mercedes C-Klasse gebraucht kaufen: Ratgeber W204, W205, W206 (2026)
Eine Mercedes C-Klasse gebraucht kaufen ist 2026 so attraktiv wie selten: Der W205 startet ab rund 8.500 €, der ältere W204 sogar ab 5.000 €. Gleichzeitig bescheinigt der TÜV-Report 2025/2026 der C-Klasse eine Mängelquote von nur rund 4 % bei zwei- bis dreijährigen Fahrzeugen – das ist deutlich besser als der Mittelklassen-Durchschnitt. Damit du nicht in eine teure Falle tappst, zeigt dir dieser Ratgeber alle drei relevanten Generationen, die wichtigsten Schwachstellen, realistische Unterhaltskosten und die besten Motorisierungen im direkten Vergleich.
Die drei Generationen im Überblick: W204, W205 und W206
Wer eine gebrauchte C-Klasse sucht, trifft auf drei klar abgegrenzte Generationen. Jede hat ihren eigenen Charakter, ihr eigenes Preisniveau – und ihre eigenen Eigenheiten.
W204 (2007–2014): Der günstige Einstieg
Der W204 ist die älteste der drei Generationen und gleichzeitig die günstigste Option. Einstiegspreise beginnen bei rund 5.000 €. Dafür bekommst du ein solides Fahrzeug mit bewährter Technik – allerdings mit einem klaren Risikoprofil. Die bekannten Steuerkettenprobleme beim OM651-Diesel und beim M271-Benziner (Vorfacelift) sind das größte Thema. Beim Facelift ab 2011 wurde der C 220 CDI deutlich zuverlässiger. Rost ist beim W204 ein ernstes Thema: Heckklappe, Radläufe, Schweller und Hinterachse solltest du auf der Hebebühne genau prüfen. Das elektronische Zündschloss (EZS) kann ab etwa 80.000 km teuer werden.
Karosserieseitig gibt es den W204 als Limousine, T-Modell (Kombi) und Coupé. Das T-Modell bietet mit 490 bis 1.510 Litern Laderaum deutlich mehr Variabilität als die Limousine mit 480 Litern. Der Preisunterschied zwischen beiden Aufbauten ist laut auto-motor-und-sport.de nicht nennenswert – du zahlst also nicht extra für den Kombi.
W205 (2014–2021): Der Mainstream-Sweet-Spot
Der W205 ist die meistgehandelte C-Klasse-Generation auf dem deutschen Gebrauchtmarkt. Das Angebot ist riesig, die Preise sind kalkulierbar, und die Technik ist deutlich moderner als beim Vorgänger. Facelift-Modelle ab 2018 mit dem OM654-Diesel oder dem M274-Benziner gelten als die zuverlässigste Wahl innerhalb dieser Generation. Das Motorenspektrum reicht von 116 bis 510 PS – vom sparsamen Diesel bis zum AMG-Achtzylinder.
Trotzdem hat der W205 seine Schwachstellen: Die 9G-Tronic-Automatik kann bei vernachlässigtem Getriebeölwechsel teuer werden, die Airmatic-Luftfederung neigt zu Undichtigkeiten, und der Unterboden rostet an charakteristischen Stellen. Dazu kommen 27 KBA-Rückrufe – ein VIN-Check vor dem Kauf ist Pflicht.
W206 (ab 2021): Modern, aber teuer
Der W206 ist die aktuellste Generation und startet gebraucht ab rund 28.000 €. Alle Modelle haben serienmäßig die 9G-Tronic-Automatik und ein 48-Volt-Mild-Hybrid-System mit integriertem Startergenerator. Die Technik ist beeindruckend – MBUX der neuesten Generation, S-Klasse-Anleihen im Innenraum. Langzeiterfahrungen fehlen jedoch noch. Mehrere KBA-Rückrufe (MBUX-Software, eCall, Airmatic-Sensor, Antriebskomponenten) zeigen, dass die Kinderkrankheiten noch nicht vollständig ausgemerzt sind.
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede kompakt zusammen:
| Kriterium | W204 (2007–2014) | W205 (2014–2021) | W206 (ab 2021) |
|---|---|---|---|
| Einstiegspreis gebraucht | ab ~5.000 € | ab ~8.500 € | ab ~28.000 € |
| Typische Schwachstelle Motor | Steuerkette OM651/M271 | Steuerkette M274, OM654-Rückrufe | MBUX-Software, Mild-Hybrid-Elektronik |
| Rost | Heckklappe, Radläufe, Schweller, Hinterachse | Längsträger, Wagenheberaufnahmen, Hilfsrahmen Hinterachse | Noch keine Langzeiterfahrungen |
| Getriebe-Risiko | Handschalter oder ältere Automatik | 9G-Tronic: Mechatronik-Defekte möglich | 9G-Tronic serienmäßig, Mild-Hybrid-Komponenten |
| Antrieb | Vier-, Sechs-, Achtzylinder; Heck- und Allrad | Vier-, Sechs-, Achtzylinder; Heck- und Allrad | Ausschließlich Vierzylinder + 48V-Mild-Hybrid |
| Rückrufe (KBA) | – | 27 Rückrufe | Mehrere (MBUX, eCall, Airmatic, Antrieb) |
| Empfohlene Motorisierung | C 220 CDI ab Mopf 2011 | OM654-Diesel ab 2016/17, Facelift ab 2018 | OM654-Diesel weiterhin empfohlen |
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Verfügbare Fahrzeuge ansehenPreise und Marktübersicht: Was kostet eine gebrauchte C-Klasse?
Die Preisspanne bei der gebrauchten C-Klasse ist enorm – von gut 5.000 € für einen betagten W204 bis zu fast 50.000 € für einen fast neuen W206. Entscheidend sind Generation, Kilometerstand, Motorisierung und Ausstattung. Hier ein strukturierter Überblick, damit du weißt, was dein Budget realistisch hergibt.
W204: Günstig einsteigen, aber mit Augenmaß
Beim W204 beginnen die Preise bei rund 5.000 € für frühe Baujahre mit hohem Kilometerstand. Ein gepflegter W204 aus dem Jahr 2009 mit rund 100.000 km kostet ab etwa 11.000 €. Für dieses Geld bekommst du ein repräsentatives Fahrzeug mit Premiumanmutung – vorausgesetzt, du hast die bekannten Schwachstellen vorab geprüft. Wichtig: Beim W204 Vorfacelift lohnt sich ein Aufpreis für ein Facelift-Modell ab 2011 fast immer, weil die Steuerkettenprobleme beim C 220 CDI dann deutlich seltener auftreten.
W205: Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis
Der W205 bietet die größte Auswahl auf dem Markt. Frühe Baujahre ab 2014 starten bei rund 8.500 €. Exemplare mit mehr als 200.000 km sind ab etwa 10.000 € zu finden – für Vielfahrer mit Werkstattkenntnissen eine Option. Wer ein Fahrzeug mit noch fünfstelligem Kilometerstand sucht, zahlt ab rund 16.000 €. Ein konkretes Marktbeispiel: Ein C 220 BlueTec aus dem Jahr 2016 mit rund 100.000 km kostet auf Autoscout24 etwa 23.000 €. Für ein gepflegtes Exemplar in solidem Zustand mit etwa einem Drittel der Laufleistung sind 18.000 bis 20.000 € realistisch, mit gehobener Ausstattung auch rund 25.000 €.
W206: Frische Technik zum entsprechenden Preis
Der W206 startet gebraucht ab rund 28.000 €. Für einen Jahrgang 2024 mit durchschnittlich 23.664 km liegt die Preisspanne zwischen 28.221 und 48.070 € – je nach Motorisierung und Ausstattungslinie. Ein C 200 T-Modell aus dem Jahr 2026 mit 18.000 km steht aktuell für 49.842 € im Markt. Das ist fast Neuwagenpreis – der Wertverlust setzt beim W206 erst nach dem ersten Jahr spürbar ein.
Wertverlust: Was du wissen musst
Der durchschnittliche monatliche Wertverlust einer gebrauchten C-Klasse liegt bei 524 €/Monat. Beim W206 C 200 (Baujahr 2024) beträgt der Wertverlust in den ersten 12 Monaten rund 3.200 €. Das ist für ein Premiumfahrzeug dieser Klasse moderat – zeigt aber, dass ein ein- bis zweijähriger W206 gegenüber dem Neuwagen bereits spürbar günstiger ist. Den Rechner weiter unten kannst du nutzen, um deinen persönlichen Wertverlust auf Basis von Kaufpreis und geplantem Haltezeitraum zu berechnen.
Kaufkanal: Händler oder privat?
Der Kauf über einen Mercedes-Benz-Partner oder mit Werksgarantieverlängerung reduziert Abwicklungsrisiken im Schadensfall deutlich. Beim Privatkauf entfällt die gesetzliche Gewährleistung – du trägst das volle Risiko. Für Fahrzeuge ab rund 15.000 € empfiehlt sich grundsätzlich der Händlerkauf, schon allein wegen der Dokumentationspflicht und der Rückgabemöglichkeiten. Limousine und T-Modell unterscheiden sich preislich übrigens kaum – der Aufpreis für den Kombi ist laut auto-motor-und-sport.de nicht nennenswert.
Monatliche Unterhaltskosten im Modellvergleich
Viele Käufer fokussieren sich auf den Kaufpreis – und unterschätzen die laufenden Kosten. Bei der C-Klasse variieren die monatlichen Unterhaltskosten je nach Motorisierung erheblich. Die günstigsten Varianten liegen bei rund 381 €/Monat, die teuersten AMG-Modelle bei über 740 €/Monat.
Monatliche Unterhaltskosten nach Modell (€/Monat)
Was steckt hinter den Zahlen?
Die monatlichen Unterhaltskosten umfassen Versicherung, Kfz-Steuer, Kraftstoff, Wartung und Wertverlust. Für die Einstiegsmotorisierungen C 180, C 200 und C 220 liegen sie bei rund 409 bis 422 €/Monat – das ist für ein Premiumfahrzeug dieser Klasse ein fairer Wert. Der C 250 ist mit 381 €/Monat sogar der günstigste im gesamten Lineup.
Bei der Kfz-Steuer gibt es große Unterschiede: Der C 160 kostet nur 40 €/Jahr, der C 180 74 €/Jahr, der C 220 d bereits rund 237 €/Jahr. Die Versicherung variiert stark nach Fahrzeug und Fahrerprofil. Ein C 300 Coupé (Bj. 2018, SF-Klasse 13, Vollkasko) kostet rund 635 €/Jahr. Ein C 63 AMG W204 für jüngere Fahrer kann dagegen bis zu 3.200 €/Jahr kosten – das solltest du vor dem Kauf unbedingt kalkulieren.
Beim Service gilt: Eine freie Werkstatt kostet für einen kleinen Service rund 400 €, für einen großen Service etwa 700 €. Mercedes-Vertragswerkstätten sind teurer, bieten aber bei Garantiefragen Vorteile. Der Kraftstoffverbrauch des C 200 W205 liegt im Langzeittest kombiniert bei 8,1 l/100 km – das ist ehrlicher als der Normwert und hilft dir bei der Budgetplanung.
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Schwachstellen und Reparaturkosten: Was kann teuer werden?
Die C-Klasse ist zuverlässig – aber nicht unfehlbar. Wer die typischen Schwachstellen kennt, kann beim Kauf gezielt prüfen und teure Überraschungen vermeiden. Unsere Werkstattprofis sehen diese Punkte regelmäßig auf der Hebebühne.
Steuerkette: Das Thema Nummer eins beim W204
Der OM651-Diesel (W204) und der M271-Benziner (W204 Vorfacelift) sind für Steuerkettenprobleme bekannt. Das Warnsignal ist eindeutig: Rasselgeräusche beim Kaltstart. Hörst du das, ist die Steuerkette bereits gedehnt oder verschlissen. Die Reparatur kostet zwischen 1.500 und 3.500 € – je nach Werkstatt und Schadensausmaß. Beim W205 tritt das Problem beim M274-Benziner ab rund 80.000 bis 100.000 km auf. Beim Kauf immer kalt starten und genau hinhören.
9G-Tronic: Pflege ist alles
Die 9G-Tronic-Automatik im W205 ist grundsätzlich ein gutes Getriebe – wenn sie gepflegt wurde. Bei vernachlässigtem Getriebeölwechsel kann die Mechatronik ausfallen. Reparaturkosten: 1.500 bis 3.000 €. Beim Kauf unbedingt nach Getriebeölwechsel-Nachweisen fragen. Mercedes empfiehlt offiziell keinen regelmäßigen Wechsel, Experten und Werkstätten raten aber spätestens alle 60.000 km dazu. Fahrzeuge mit lückenlosem Serviceheft sind hier klar im Vorteil.
Airmatic-Luftfederung: Komfort mit Risiko
Die optionale Airmatic-Luftfederung bietet ein hervorragendes Fahrwerk – hat aber einen Haken. Undichtigkeiten der Luftbälge oder defekte Kompressoren treten typischerweise zwischen 60.000 und 120.000 km auf. Die Reparaturkosten liegen bei 1.000 bis 3.500 € pro Achse. Fahrzeuge mit Stahlfederung sind im Unterhalt günstiger und wartungsärmer. Wenn du ein Fahrzeug mit Airmatic kaufst, prüfe vor dem Kauf, ob das Auto nach dem Abstellen über Nacht absinkt – das ist ein klares Zeichen für eine undichte Luftfeder.
Unterboden-Rost beim W205
Der W205 hat eine bekannte Schwachstelle am Unterboden: Längsträger, Wagenheberaufnahmen und der Hilfsrahmen der Hinterachse rosten charakteristisch. Mercedes ersetzt den Achsträger auf Kulanz bei bereits eingetretenen Durchrostungen – aber nur, wenn du den Fall dokumentiert und frühzeitig anmeldest. Beim W204 Vorfacelift kommen Heckklappe, Radläufe und Schweller hinzu. Eine Hebebühneninspektion vor dem Kauf ist bei beiden Generationen Pflicht. Wenn noch kein Rost vorhanden ist, empfiehlt sich eine Hohlraumkonservierung als Vorsorge.
Weitere Schwachstellen im Überblick
Das elektronische Zündschloss (EZS) beim W204 kann ab etwa 80.000 km teuer werden – ein Ausfall ist ärgerlich und kostspielig. Das AdBlue-System beim W205 macht zwischen 80.000 und 120.000 km gelegentlich Probleme; der serienmäßige 8-Liter-Tank ist zudem recht klein. Panoramadach-Undichtigkeiten und COMAND/MBUX-Ausfälle sind weitere bekannte, aber weniger kritische Punkte. Beim W205 gilt außerdem: 27 KBA-Rückrufe (Gurtstraffer, Generatorenprobleme, Steuerketten-Risse bei Dieselmotoren) – ein VIN-Check beim Kraftfahrt-Bundesamt vor dem Kauf ist obligatorisch.
| Bauteil / System | Baureihe | Typische Reparaturkosten |
|---|---|---|
| Steuerkette OM651-Diesel | W204 | 1.500–3.500 € |
| 9G-Tronic Mechatronik | W205 | 1.500–3.000 € |
| Airmatic-Luftfederung (pro Achse) | W205 | 1.000–3.500 € |
| Elektronisches Zündschloss (EZS) | W204 | teuer, Ausfallrisiko ab ~80.000 km |
Motorenempfehlung: Welcher Antrieb ist der zuverlässigste?
Die Motorenwahl ist bei der C-Klasse entscheidend – nicht nur für den Fahrspaß, sondern vor allem für die Langzeitkosten. Hier sind die wichtigsten Motoren im Zuverlässigkeits-Check.
OM654-Diesel: Die erste Wahl
Der OM654 ist der ausgereifteste C-Klasse-Diesel und gilt generationsübergreifend als Empfehlung. Er wurde ab 2016/17 im W205 eingeführt und ist auch im W206 die Basis. Frühe Exemplare hatten Rückrufe wegen Steuerkettenrissen – ab Modelljahr 2018 sind diese Probleme weitgehend behoben. Der Motor ist sparsam, kräftig und langlebig. Für Vielfahrer mit mehr als 15.000 km/Jahr ist er die wirtschaftlichste Wahl.
C 220 CDI nach Facelift 2011 (W204): Solide und bewährt
Der C 220 CDI nach dem Facelift 2011 ist eine der zuverlässigsten Optionen im W204. Die bekannten Steuerkettenprobleme des frühen OM651 wurden mit dem Facelift entschärft. Bei gepflegten Exemplaren mit lückenlosem Serviceheft ist das Risiko gering. Für Käufer mit kleinerem Budget ist das die rationalste Wahl im W204-Segment.
M274-Benziner (W205): Solide, mit einem Vorbehalt
Der M274 ist der Standard-Vierzylinder-Benziner im W205 und grundsätzlich zuverlässig. Er hat nicht die Steuerkettenprobleme des älteren M271. Ab rund 80.000 bis 100.000 km können jedoch Rasselgeräusche auftreten – ein Zeichen für beginnenden Kettenverschleiß. Wer ein W205-Benziner-Exemplar kauft, sollte beim Kaltstart genau hinhören und die Laufleistung im Blick behalten.
M177 V8 (C 63 AMG, W205): Überraschend zuverlässig
Der Biturbo-V8 im C 63 AMG ist bei regelmäßiger Wartung erstaunlich langlebig. Das größte Risiko ist nicht der Motor selbst, sondern die hohen Unterhaltskosten: Versicherung, Kraftstoff und Bereifung summieren sich schnell auf 605 €/Monat und mehr. Für Enthusiasten mit entsprechendem Budget eine faszinierende Option – aber kein Alltagsauto für knappes Budget.
OM651 und M271: Die Risikomotoren
Beide Motoren sind für Steuerkettenprobleme bekannt und sollten beim Kauf besonders kritisch geprüft werden. Der OM651-Diesel (W204, früher W205) und der M271-Benziner (W204 Vorfacelift) haben das höchste Risikoprofil im gesamten C-Klasse-Spektrum. Kaltstart-Rasselgeräusche sind das eindeutige Warnsignal. Fahrzeuge mit diesen Motoren sollten nur mit entsprechendem Preisabschlag und nach professioneller Inspektion gekauft werden.
Diesel oder Benziner – was passt zu dir?
Diesel sind bei ähnlicher Motorleistung stets etwas teurer im Kaufpreis. Für Vielfahrer (mehr als 15.000 km/Jahr) rechnet sich der Diesel wegen des geringeren Verbrauchs. Für Wenigfahrer (unter 10.000 km/Jahr) ist der Benziner (C 180 oder C 200) wartungsärmer und günstiger im Unterhalt – kein AdBlue, kein Partikelfilter-Risiko bei Kurzstrecken. Der C 200 W205 verbraucht im Langzeittest kombiniert 8,1 l/100 km – das ist ein realistischer Wert für den Alltag.
Kaufcheckliste: So gehst du den Kauf richtig an
Eine gebrauchte C-Klasse ist eine kluge Entscheidung – wenn du systematisch vorgehst. Diese Checkliste fasst die wichtigsten Prüfpunkte zusammen, die unsere Werkstattprofis in Rostock bei jeder Fahrzeugübernahme durchgehen.
Vor der Besichtigung
- VIN-Check: Beim Kraftfahrt-Bundesamt prüfen, ob offene Rückrufe vorliegen – beim W205 sind es bis zu 27 Stück.
- Fahrzeughistorie: HU-Berichte, Scheckheft und Kilometerstand-Plausibilität prüfen.
- Marktpreis: Vergleichspreise auf Autoscout24 recherchieren, um Über- oder Unterpreise zu erkennen.
Bei der Besichtigung
- Kaltstart: Fahrzeug kalt starten – auf Rasselgeräusche der Steuerkette achten.
- Unterboden: Längsträger, Wagenheberaufnahmen und Hilfsrahmen der Hinterachse auf Rost prüfen (W205). Beim W204 zusätzlich Heckklappe, Radläufe und Schweller.
- Airmatic: Bei Fahrzeugen mit Luftfederung prüfen, ob das Auto nach dem Abstellen absinkt.
- Getriebe: Schaltverhalten der 9G-Tronic testen – ruckartige Schaltvorgänge können auf Mechatronik-Probleme hinweisen.
- Elektronik: COMAND/MBUX, alle Assistenzsysteme und das Panoramadach auf Funktion prüfen.
- Serviceheft: Getriebeölwechsel-Nachweise und regelmäßige Wartungsintervalle prüfen.
Nach der Besichtigung
- Hebebühneninspektion: Vor dem Kauf in einer unabhängigen Werkstatt durchführen lassen – besonders bei Fahrzeugen über 80.000 km.
- Kaufkanal: Händlerkauf mit Gewährleistung bevorzugen, besonders ab einem Kaufpreis von 15.000 €.
- Garantieverlängerung: Bei W205 und W206 lohnt sich eine Werksgarantieverlängerung über einen Mercedes-Benz-Partner.
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Häufige Fragen zur gebrauchten Mercedes C-Klasse
Welche C-Klasse-Generation ist als Gebrauchtwagen am empfehlenswertesten?
Der W205 ist der Mainstream-Sweet-Spot: breites Angebot, Preise ab 8.500 €, moderne Technik. Facelift-Modelle ab 2018 mit OM654-Diesel oder M274-Benziner sind die zuverlässigste Wahl. Der W204 ist die günstigere Budget-Option ab 5.000 €, der W206 die modernste, aber teuerste Wahl ab 28.000 €.
Was sind die größten Schwachstellen des W205?
Die wichtigsten Schwachstellen sind: Steuerkette M274-Benziner ab ~80.000 km, 9G-Tronic-Mechatronik bei vernachlässigtem Ölwechsel (1.500–3.000 €), Airmatic-Luftfederung (1.000–3.500 € pro Achse), Unterboden-Rost an Längsträgern und Hilfsrahmen sowie AdBlue-Probleme ab 80.000 km.
Wie hoch sind die monatlichen Unterhaltskosten einer gebrauchten C-Klasse?
Je nach Motorisierung zwischen 381 €/Monat (C 250) und 742 €/Monat (C 450). Einstiegsmotorisierungen wie C 180, C 200 und C 220 liegen bei 409–422 €/Monat. AMG-Modelle kosten 605–738 €/Monat laut autokostencheck.de.
Diesel oder Benziner – was ist bei der C-Klasse die bessere Wahl?
Für Vielfahrer über 15.000 km/Jahr lohnt sich der Diesel wegen des geringeren Verbrauchs. Der OM654 gilt als ausgereiftester C-Klasse-Diesel. Für Wenigfahrer unter 10.000 km/Jahr ist der Benziner (C 180/C 200) wartungsärmer – kein AdBlue, kein Partikelfilter-Risiko bei Kurzstrecken.
Lohnt sich der Aufpreis für den W206 gegenüber dem W205?
Der W206 startet ab 28.000 €, der W205 ab 8.500 €. Der W206 bietet Mild-Hybrid-Technologie und neuestes MBUX, trägt aber das Risiko softwareintensiver Systeme und mehrerer KBA-Rückrufe. Für Käufer mit begrenztem Budget ist der W205 Facelift die rationalere Wahl.
Wie erkenne ich Steuerkettenprobleme beim Kaltstart?
Beim Kaltstart auf Rasselgeräusche achten – typisch für OM651-Diesel und M271-Benziner (W204) sowie M274-Benziner (W205) ab ~80.000–100.000 km. Das Fahrzeug sollte vor der Probefahrt mindestens mehrere Stunden gestanden haben, damit der Test aussagekräftig ist.
Ist die Airmatic-Luftfederung ein Risiko beim Gebrauchtkauf?
Ja. Undichtigkeiten treten typischerweise zwischen 60.000 und 120.000 km auf. Reparaturkosten: 1.000–3.500 € pro Achse. Prüfe vor dem Kauf, ob das Fahrzeug nach dem Abstellen absinkt. Fahrzeuge mit Stahlfederung sind günstiger im Unterhalt.
