Euro 4 Diesel Steuer: So berechnen Sie Ihre Kfz-Steuer
Die Kfz-Steuer für einen Euro-4-Diesel berechnet sich nach Hubraum und CO₂-Ausstoß. Für Fahrzeuge mit Erstzulassung vor dem 1. Juli 2009 gilt ein Steuersatz von 15,44 Euro je angefangene 100 cm³ Hubraum. Bei einem 2,0-Liter-Motor ergibt das rund 308,80 Euro Jahressteuer allein über den Hubraumanteil.
Hinweis: Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Konkrete Beträge, Fristen und Voraussetzungen können sich ändern und im Einzelfall abweichen. Bei verbindlichen Entscheidungen bitte fachkundige Beratung einholen.
Wie hoch ist die Kfz-Steuer für einen Euro-4-Diesel genau?
Die Kfz-Steuer für Dieselfahrzeuge hängt vom Erstzulassungsdatum ab. Das ist der entscheidende Trennstrich. Für Diesel, die vor dem 1. Juli 2009 erstmals zugelassen wurden, gilt das alte Berechnungsmodell: 15,44 Euro je angefangene 100 cm³ Hubraum. Da die meisten Euro-4-Diesel in diese Kategorie fallen, ist dieser Satz für die überwiegende Mehrheit der Fahrzeuge maßgeblich.
Für neuere Diesel mit Erstzulassung ab dem 1. Juli 2009 gilt hingegen ein Grundbetrag von 9,50 Euro je angefangene 100 cm³ zuzüglich eines CO₂-abhängigen Zuschlags von 2,00 Euro pro g/km oberhalb von 95 g/km. Diese Regelung betrifft jedoch kaum noch Euro-4-Fahrzeuge, da die Norm spätestens ab 2011 durch Euro 5 abgelöst wurde.
Rechenbeispiele nach Hubraum
Pi mal Daumen lässt sich die Jahressteuer für einen typischen Euro-4-Diesel so abschätzen: Ein 1,6-Liter-Kombi (1.598 cm³, also 16 angefangene 100er-Einheiten) kommt auf 16 x 15,44 Euro, also rund 247 Euro im Jahr. Ein 2,0-Liter-SUV (1.968 cm³, also 20 Einheiten) zahlt 20 x 15,44 Euro, macht 308,80 Euro. Und ein größerer 2,5-Liter-Diesel (2.461 cm³, 25 Einheiten) kommt auf 386 Euro Jahressteuer.
| Hubraum | Angef. 100-cm³-Einheiten | Steuersatz (Euro 4, vor 01.07.2009) | Jahressteuer ca. |
|---|---|---|---|
| 1.600 cm³ | 16 | 15,44 € | 247,00 € |
| 1.900 cm³ | 19 | 15,44 € | 293,40 € |
| 2.000 cm³ | 20 | 15,44 € | 308,80 € |
| 2.200 cm³ | 22 | 15,44 € | 339,70 € |
| 2.500 cm³ | 25 | 15,44 € | 386,00 € |
| 3.000 cm³ | 30 | 15,44 € | 463,20 € |
Der CO₂-Aufschlag spielt bei Fahrzeugen mit Erstzulassung vor Juli 2009 in der Regel keine Rolle, weil das alte Berechnungsmodell keinen separaten CO₂-Anteil vorsieht. Die Steuer ergibt sich also allein aus dem Hubraum.
Direkt verfügbar in Rostock
Aktuelle Gebrauchtwagen im Bestand – mit Fotos, Preisen und allen Daten
Verfügbare Fahrzeuge ansehenWie hoch ist die Dieselsteuer ab 2026?
Zum Stand 2026 hat sich am Grundprinzip der Kfz-Steuerberechnung für Bestandsfahrzeuge nichts geändert. Der Steuersatz von 15,44 Euro je angefangene 100 cm³ für ältere Diesel gilt weiterhin. Es gibt aktuell keine beschlossene Anhebung dieses spezifischen Satzes für Euro-4-Fahrzeuge auf Bundesebene.
Allerdings wird politisch seit Jahren diskutiert, ob die Kfz-Steuer stärker am CO₂-Ausstoß ausgerichtet werden soll. Bisher sind solche Reformvorschläge nicht umgesetzt worden. Wer einen Euro-4-Diesel fährt, zahlt also im Jahr 2026 dieselben Sätze wie in den Vorjahren. Änderungen könnten sich durch neue Gesetzgebung ergeben, sind aber zum aktuellen Zeitpunkt nicht in Kraft.
Zum Vergleich: Ein vergleichbarer Benziner zahlt nur 2,00 Euro je angefangene 100 cm³ – ohne CO₂-Aufschlag bei Erstzulassung vor Juli 2009. Die Steuerlast eines gleichgroßen Diesels liegt damit historisch deutlich höher. Das war politisch gewollt, um Dieselsubventionen beim Kraftstoff gegenüber Benzinern auszugleichen.
Kann man einen Euro-4-Diesel noch zulassen und fahren?
Kurz: Ja, grundsätzlich ist das möglich. Eine bundesweite Pflicht zur Abmeldung von Euro-4-Dieseln gibt es nicht. Zum 1. Januar 2025 sind keine neuen bundesweiten Dieselfahrverbote in Kraft getreten.
Die Krux ist jedoch die lokale Situation in bestimmten Städten. In München, Stuttgart und Darmstadt gelten weiterhin Fahrverbote für bestimmte Abgasnormen in den jeweiligen Umweltzonen. Je nach Stadt dürfen Diesel bis zur Norm Euro 4 oder sogar Euro 5 bestimmte Straßen oder die gesamte Umweltzone nicht mehr befahren. Wer in diesen Städten regelmäßig unterwegs ist, muss die geltenden Regelungen vor Ort genau prüfen.
Außerhalb dieser Ausnahmestädte ist ein Euro-4-Diesel im Jahr 2026 auf deutschen Straßen grundsätzlich zugelassen und fahrbereit. Zulassung, Hauptuntersuchung und Betrieb sind weiterhin möglich, solange das Fahrzeug technisch in Ordnung ist und die gelbe Feinstaubplakette berechtigt, in Umweltzonen einzufahren.
Wie lange darf man noch mit Euro-4-Diesel fahren?
Auf nationaler Ebene gibt es kein festgelegtes Enddatum für Euro-4-Diesel. Die Fahrverbote in deutschen Städten wurden in den vergangenen Jahren schrittweise ausgeweitet: In Stuttgart etwa galten die ersten Fahrverbote für Euro-4-Diesel bereits ab Februar 2023, später folgten Verbote für Euro-5-Diesel. Diese Entwicklung zeigt, dass der Druck auf ältere Normen langfristig zunimmt. Wer jedoch außerhalb der betroffenen Innenstädte lebt und fährt, ist von diesen Regelungen nicht direkt betroffen. Ein pauschales bundesweites Fahrverbot steht derzeit nicht bevor.
Euro 4 oder Euro 5: Was ist der Unterschied?
Ist Euro 4 besser als Euro 5? Nein. Euro 5 ist die strengere Norm. Der Unterschied liegt vor allem in den erlaubten Emissionsgrenzwerten. Beide Normen messen unter anderem Kohlenmonoxid, Gesamtkohlenwasserstoffe und Stickoxide (NOx). Euro 5 führte zusätzlich die Messgröße der Nicht-Methan-Kohlenwasserstoffe ein und senkte die zulässigen Grenzwerte deutlich.
Konkret: Bei Stickoxiden (NOx) liegt der Grenzwert für Euro-5-Diesel bei 180 mg/km, bei Euro 4 waren noch 250 mg/km zulässig. Das klingt technisch, hat aber praktische Folgen: Euro-5-Fahrzeuge haben in der Regel einen besseren Stand bei Fahrverboten und zahlen als neuere Fahrzeuge häufig auch eine geringere Kfz-Steuer, sofern sie nach dem 1. Juli 2009 erstmals zugelassen wurden.
Aus steuerlicher Sicht gilt: Ein Euro-5-Diesel mit Erstzulassung ab Juli 2009 zahlt 9,50 Euro Grundsteuer je 100 cm³ plus einen CO₂-Aufschlag. Ein Euro-4-Diesel mit älterer Erstzulassung zahlt pauschal 15,44 Euro je 100 cm³, ohne separaten CO₂-Anteil. Je nach Fahrzeug und CO₂-Ausstoß kann das in beide Richtungen gehen – bei sparsamen Motoren und geringem CO₂-Ausstoß kann die neue Berechnungsmethode sogar günstiger sein.
Selbst fahren statt nur lesen
Kurzer Anruf genügt – wir stellen den Wagen für deine Probefahrt bereit. Ohne Wartezeit, an beiden Standorten in Rostock.
Meine Probefahrt vereinbaren: 0381 – 77 62 20 oder Nachricht schreiben
Lohnt sich der Weiterbetrieb eines Euro-4-Diesels noch?
Das ist eine Frage, die sich viele Halter stellen. Hand aufs Herz: Allein die Kfz-Steuer macht einen Euro-4-Diesel nicht unwirtschaftlich. Bei einem mittelgroßen 2,0-Liter-Diesel sind rund 300-310 Euro Jahressteuer fällig. Das entspricht etwa 25 Euro pro Monat. Im Vergleich zu Fahrzeugwert, Versicherung und Kraftstoffkosten ist das kein dominierender Faktor.
Kritischer wird es, wenn Fahrten in Umweltzonen der betroffenen Städte regelmäßig anfallen oder wenn Nachrüstungen nötig werden. Ein nachgerüsteter Rußpartikelfilter kann die Feinstaubplakette von Gelb auf Grün verbessern und kostet je nach Fahrzeugtyp und Werkstatt zwischen 500 und 1.500 Euro – eine Investition, die sich nur lohnt, wenn das Fahrzeug insgesamt noch in gutem Zustand ist.
Aus unserer Werkstattpraxis sehen wir regelmäßig ältere Diesel, bei denen Instandhaltung und Steuer zusammengerechnet durchaus konkurrenzfähig zu einem Fahrzeugwechsel sind. Entscheidend ist der Gesamtzustand des Fahrzeugs und das individuelle Fahrprofil.
Kfz-Steuer sparen bei Euro-4-Diesel: Was sind die Optionen?
Klassiker: Außer dem Wechsel auf ein neueres Fahrzeug gibt es kaum direkte Wege, die Kfz-Steuer für einen Euro-4-Diesel zu senken. Der Steuersatz ist gesetzlich festgelegt und nicht verhandelbar.
Folgende Punkte sind dennoch relevant:
- Saisonkennzeichen: Wer das Fahrzeug nur saisonal nutzt, kann ein Saisonkennzeichen beantragen und zahlt Kfz-Steuer nur für die angemeldeten Monate – üblicherweise mindestens 2, höchstens 11 Monate.
- Stilllegung: Bei längerer Nichtnutzung lässt sich das Fahrzeug vorübergehend abmelden. Während der Abmeldung fällt keine Kfz-Steuer an.
Eine Nachrüstung des Motors auf eine bessere Schadstoffnorm ist technisch in aller Regel nicht möglich. Der Norm-Stempel hängt von der ursprünglichen Motorentechnologie ab und lässt sich nicht nachträglich hochstufen. Ein Partikelfilter verbessert die Feinstaubsituation, ändert aber nicht die steuerrelevante Schadstoffklasse für die Kfz-Steuerberechnung.
Wer seinen Euro-4-Diesel in Rostock oder Norddeutschland betreibt und sich unsicher ist, ob sich eine Reparatur noch lohnt oder ein Fahrzeugwechsel sinnvoller wäre, kann das Fahrzeug in unserer Werkstatt auf Herz und Nieren prüfen lassen – eine technische Einschätzung hilft oft mehr als reine Steuertabellen.
Aktuelle Fahrzeuge aus unserem Bestand in Rostock






Autohaus Dethloff – dein Autohaus in Rostock
- Zwei Standorte: Theodor-Körner-Str. 45, 18106 Rostock Evershagen & Hinrichsdorfer Str. 7f, 18146 Rostock Dierkow
- Eigene Meisterwerkstatt: Jeder Gebrauchtwagen wird vor dem Verkauf durchgecheckt und aufbereitet
- Händler-Gewährleistung: mindestens 12 Monate gesetzliche Gewährleistung auf jeden Gebrauchten
- Schnelle Antwort: Anfragen beantworten wir am selben Werktag
Häufige Fragen
Was kostet ein Euro-4-Diesel an Kfz-Steuer?
Für Euro-4-Diesel mit Erstzulassung vor dem 1. Juli 2009 gilt ein Steuersatz von 15,44 Euro je angefangene 100 cm³ Hubraum. Bei einem 2,0-Liter-Motor (20 Einheiten) ergibt das 308,80 Euro pro Jahr. Ein 1,9-Liter-Motor (19 Einheiten) zahlt rund 293,40 Euro, ein 2,5-Liter-Motor (25 Einheiten) rund 386 Euro. CO₂-Aufschläge spielen bei diesem alten Berechnungsmodell keine separate Rolle.
Kann man einen Euro-4-Diesel noch zulassen?
Ja, ein Euro-4-Diesel kann in Deutschland weiterhin zugelassen und betrieben werden. Es gibt kein bundesweites Verbot. Einschränkungen bestehen in bestimmten Umweltzonen in München, Stuttgart und Darmstadt, wo für Euro-4-Diesel Fahrverbote gelten können. Wer dort regelmäßig fährt, muss die jeweils gültigen lokalen Regelungen prüfen. Außerhalb dieser Zonen ist der Betrieb uneingeschränkt möglich.
Wie lange darf man noch mit Euro-4-Diesel fahren?
Ein bundesweites Enddatum für Euro-4-Diesel existiert zum Stand 2026 nicht. In einzelnen Städten wie Stuttgart gelten seit Februar 2023 Fahrverbote für Euro-4-Diesel in der Umweltzone. Der Trend zeigt, dass weitere Städte nachziehen könnten. Auf dem Land und in den meisten Regionen Deutschlands sind Euro-4-Diesel aber weiterhin ohne Einschränkung nutzbar.
Wie hoch ist die Dieselsteuer ab 2026?
Am Kfz-Steuersatz für ältere Diesel hat sich 2026 nichts geändert. Für Euro-4-Diesel mit alter Erstzulassung gilt weiterhin 15,44 Euro je angefangene 100 cm³. Für neuere Diesel (Erstzulassung ab 1. Juli 2009) gilt 9,50 Euro Grundbetrag je 100 cm³ plus 2,00 Euro je g/km CO₂ über 95 g/km. Eine Reform der Kfz-Steuer ist politisch diskutiert, aber zum aktuellen Zeitpunkt nicht beschlossen.
Ist Euro 4 besser als Euro 5?
Nein. Euro 5 ist die strengere Abgasnorm. Sie erlaubt niedrigere Schadstoffgrenzwerte, besonders bei Stickoxiden: Euro 4 erlaubt bis zu 250 mg/km NOx bei Dieseln, Euro 5 nur noch 180 mg/km. Zusätzlich führte Euro 5 Nicht-Methan-Kohlenwasserstoffe als neue Messgröße ein. Euro-5-Fahrzeuge sind bei Fahrverboten bessergestellt und fahren in mehr Umweltzonen problemlos ein.
Lohnt sich ein Rußpartikelfilter-Nachrüsten bei Euro-4-Diesel?
Ein nachgerüsteter Rußpartikelfilter verbessert die Feinstaubplakette und kann in bestimmten Umweltzonen Zugang verschaffen. Die Kosten liegen je nach Fahrzeugtyp bei rund 500 bis 1.500 Euro inklusive Einbau. Er ändert jedoch nicht die steuerrelevante Schadstoffklasse und damit nicht die Kfz-Steuer. Ob sich die Nachrüstung lohnt, hängt vom Fahrzeugzustand und dem individuellen Fahrprofil ab.
Wie berechnet man die Kfz-Steuer für einen Diesel selbst?
Für Diesel mit Erstzulassung vor dem 1. Juli 2009: Hubraum in cm³ durch 100 teilen, auf die nächste ganze Zahl aufrunden, dann mit 15,44 Euro multiplizieren. Das Ergebnis ist die Jahressteuer. Beispiel: 1.896 cm³ ergibt 19 Einheiten x 15,44 Euro = 293,36 Euro. Für neuere Diesel wird der Grundbetrag (9,50 Euro je 100 cm³) plus CO₂-Aufschlag berechnet. Den offiziellen Steuerrechner stellt das Bundeszentralamt für Steuern online bereit.
Zahlt ein Euro-4-Diesel mehr Steuern als ein Benziner?
Ja, deutlich mehr. Ein Benziner mit Erstzulassung vor Juli 2009 zahlt nur 2,00 Euro je angefangene 100 cm³. Bei einem 2,0-Liter-Motor wären das 40 Euro im Jahr. Derselbe Hubraum als Euro-4-Diesel kostet 308,80 Euro. Der Unterschied ist historisch: Diesel-Kraftstoff war lange steuerlich begünstigt, was über die höhere Kfz-Steuer teilweise ausgeglichen wurde.
Wer unsicher ist, ob sich der Weiterbetrieb des eigenen Euro-4-Diesels noch rentiert, bekommt in einer guten Werkstatt eine ehrliche technische Einschätzung – das ist oft der sinnvollste erste Schritt vor jeder Entscheidung.
