TÜV Kosten Wohnmobil 2026: Was zahlt man wirklich?
Die TÜV-Kosten für ein Wohnmobil hängen vom zulässigen Gesamtgewicht ab. Für ein Fahrzeug bis 3,5 Tonnen sind es rund 120 bis 165 Euro für HU und AU zusammen. Schwerere Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen kosten rund 180 bis 200 Euro. Die Prüfintervalle variieren ebenfalls je nach Gewichtsklasse.
Was kostet der TÜV für ein Wohnmobil – Preisübersicht 2026
Wer mit dem Wohnmobil in den Urlaub fährt, kommt an der Hauptuntersuchung nicht vorbei. Die Frage ist: Was kostet das eigentlich – und warum gibt es so große Unterschiede?
Grundsätzlich gilt: Nicht der Name des Prüforganisations-Anbieters entscheidet über den Preis, sondern das zulässige Gesamtgewicht (zGG) deines Fahrzeugs. Je schwerer das Wohnmobil, desto aufwändiger die Prüfung – und desto höher die Gebühr. Hinzu kommt, ob du nur die Hauptuntersuchung (HU) oder auch die Abgasuntersuchung (AU) buchst. Beides zusammen ist der Regelfall.
Die folgende Tabelle zeigt die typischen Kosten für HU und AU im Jahr 2026, aufgeteilt nach Gewichtsklassen:
| Gewichtsklasse (zGG) | HU allein (ca.) | HU + AU (ca.) | Prüfintervall |
|---|---|---|---|
| Bis 3,5 Tonnen | 80 – 110 Euro | 120 – 165 Euro | Alle 2 Jahre (erstes Mal nach 3 Jahren) |
| 3,5 bis 7,5 Tonnen | 130 – 150 Euro | 180 – 200 Euro | Alle 2 Jahre, ab 6. Jahr jährlich |
| Über 7,5 Tonnen | 160 – 180 Euro | ca. 200 Euro | Jährlich |
Wichtig: Diese Werte sind Richtwerte. Die genauen Gebühren legt jede technische Prüfstelle selbst fest. TÜV Süd, TÜV Nord, TÜV Rheinland, DEKRA und GTÜ haben unterschiedliche Preislisten – je nach Region können die Unterschiede durchaus 20 bis 40 Euro betragen.
Was kostet der TÜV für ein Wohnmobil bis 3,5 Tonnen?
Für Wohnmobile in der beliebtesten Klasse – bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht – liegt die HU inklusive AU in der Regel zwischen 120 und 165 Euro. Manche Prüfstellen verlangen für die HU allein rund 80 bis 100 Euro. Die Abgasuntersuchung schlägt dann mit weiteren 30 bis 55 Euro zu Buche. Beide Prüfungen zusammen zu buchen ist in der Regel günstiger als einzeln. Die erste HU nach dem Kauf eines Neuwagens ist erst nach 36 Monaten fällig, danach alle 24 Monate.
Wann muss ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen zum TÜV?
Für Fahrzeuge zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen gilt ein engeres Raster. Die erste Hauptuntersuchung ist nach 24 Monaten fällig – nicht nach 36 wie bei leichteren Fahrzeugen. Danach folgt zunächst ein zweijähriger Rhythmus. Ab dem sechsten Fahrzeugjahr jedoch wechselt das Intervall auf jährlich. Fahrzeuge über 7,5 Tonnen müssen grundsätzlich einmal pro Jahr zur HU. Das ist in der Praxis vor allem für große Integrierte und Alkoven-Modelle relevant, die oft diese Grenze überschreiten.
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Verfügbare Fahrzeuge ansehenTÜV oder DEKRA – was ist günstiger?
Die Frage taucht regelmäßig auf. Kurz: Es gibt keine pauschale Antwort. Alle Prüforganisationen – also TÜV-Gesellschaften, DEKRA, GTÜ, KÜS und RWTÜV – sind staatlich anerkannte technische Prüfstellen und dürfen die Hauptuntersuchung durchführen. Die Preise sind nicht gesetzlich festgelegt, sondern werden von jeder Organisation eigenständig kalkuliert.
In der Praxis liegen die Unterschiede meist bei 10 bis 30 Euro. DEKRA gilt in manchen Regionen als etwas günstiger bei der reinen HU. TÜV Süd und TÜV Nord haben teils höhere Listenpreise, bieten aber häufig kombinierte Services an. Die Krux ist: Der günstigste Anbieter hängt von deiner Region und dem konkreten Fahrzeugtyp ab.
Sinnvoller als das Preisvergleichen ist oft die Frage nach dem nächstgelegenen Anbieter und dessen Terminverfügbarkeit – besonders in der Vorsaison, wenn viele Wohnmobilfahrer gleichzeitig die Prüfung brauchen.
Gasprüfung beim Wohnmobil: Kosten und Pflicht
Fast alle Wohnmobile haben eine Gasanlage – für Herd, Heizung oder Kühlschrank. Diese Anlage muss regelmäßig geprüft werden. Die Gasprüfung ist keine gesetzliche Pflicht im Sinne einer Zulassungsvoraussetzung, aber sie ist aus versicherungstechnischen Gründen und für die Sicherheit unverzichtbar.
Die Kosten für eine Gasprüfung liegen je nach Anbieter und Umfang zwischen 60 und 120 Euro. TÜV Rheinland nennt in seiner Gebührenliste beispielsweise rund 69 Euro für eine Wiederholungsprüfung der Gasanlage nach DVGW-Standard. Für eine Erstprüfung oder umfangreichere Anlagen kann der Betrag höher ausfallen.
Wird HU, AU und Gasprüfung zusammen gebucht, bieten viele Prüfstellen Kombi-Pakete an. Pi mal Daumen: HU + AU + Gasprüfung für ein Wohnmobil bis 3,5 Tonnen zusammen kosten zwischen 190 und 280 Euro – je nach Anbieter und Region.
Was muss nach 10 Jahren an der Gasanlage getauscht werden?
Hier gilt eine klare technische Regel: Druckregelgeräte, automatische Umschalteinrichtungen und Schlauchleitungen müssen spätestens zehn Jahre nach ihrem Herstellungsdatum ausgetauscht werden. Diese Vorgabe stammt aus dem Arbeitsblatt DVGW G 607 (A) des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches. Das Herstellungsdatum ist in der Regel auf dem jeweiligen Bauteil aufgedruckt. Wer ein älteres Wohnmobil kauft oder fährt, sollte dieses Datum kennen – und die Komponenten bei Bedarf vor der nächsten Gasprüfung erneuern lassen.
Worauf der TÜV beim Wohnmobil besonders achtet
Eine Hauptuntersuchung beim Wohnmobil ist umfangreicher als beim normalen Pkw. Neben den üblichen Punkten wie Bremsen, Lenkung, Beleuchtung und Fahrwerk kommen wohnmobilspezifische Aspekte hinzu.
- Befestigung des Wohnaufbaus auf dem Fahrgestell
- Zustand der Fenster, Luken und Türen im Wohnbereich
- Sicherheitsgurte und Sitzverankerungen im Innenraum
- Gasanlage (oft als separate Prüfung, aber bei Kombinationsterminen mit geprüft)
- Elektrische Anlage, insbesondere im Wohnbereich
Aus unserer Werkstattpraxis wissen wir: Viele Mängel bei Wohnmobilen entstehen nicht durch intensive Nutzung, sondern durch lange Standzeiten. Gummidichtungen an Fenstern und Dach werden spröde, Bremsleitungen korrodieren, Batterien entladen sich tiefentladen. Wer sein Fahrzeug nach dem Winter zur HU bringt, sollte diese Punkte vorher selbst prüfen oder in einer Werkstatt checken lassen.
Was passiert bei Mängeln?
Werden bei der HU geringe Mängel festgestellt, erhältst du die Plakette trotzdem – du bist aber verpflichtet, die Mängel zu beheben. Bei erheblichen Mängeln gibt es keine Plakette, und du hast in der Regel vier Wochen Zeit, die Mängel zu beseitigen und das Fahrzeug erneut vorzuführen. Bei gefährlichen Mängeln darf das Fahrzeug nicht mehr gefahren werden. Die Nachprüfung ist in diesem Fall kostenpflichtig – üblich sind 20 bis 50 Euro je nach Umfang.
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TÜV-Kosten bei Wohnwagen und Anhängern
Ein Wohnwagen – also ein gezogener Anhänger ohne eigenen Antrieb – folgt anderen Regeln. Wohnwagen unter 750 Kilogramm Gesamtgewicht sind in Deutschland von der Hauptuntersuchungspflicht befreit. Alle schwereren Wohnwagen müssen zur HU, allerdings ohne Abgasuntersuchung, da sie keinen Motor haben.
Die Kosten für die HU eines Wohnwagens liegen bei rund 50 bis 80 Euro. Gasprüfungen für Wohnwagen kosten ähnlich viel wie bei Wohnmobilen – also zwischen 60 und 100 Euro. Auch hier gilt die 10-Jahres-Regel für Gaskomponenten nach DVGW G 607 (A).
Das Prüfintervall für Wohnwagen beträgt bei Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen alle zwei Jahre. Schwere Wohnwagen über 3,5 Tonnen müssen jährlich geprüft werden.
TÜV überziehen beim Wohnmobil: Was kostet das?
Wer die Frist überschreitet, riskiert nicht nur eine Strafe – das Fahrzeug verliert auch seinen Versicherungsschutz, wenn der Überziehungszeitraum zu lang wird. Die Bußgelder sind gestaffelt:
| Überziehungsdauer | Bußgeld | Punkte in Flensburg |
|---|---|---|
| Bis 2 Monate | kein Bußgeld, aber Verwarnung möglich | keine |
| 2 bis 4 Monate | 15 Euro | keine |
| 4 bis 8 Monate | 25 Euro | keine |
| Über 8 Monate | 60 Euro | 1 Punkt |
Teurer wird es, wenn das Fahrzeug bei einem Unfall ohne gültige HU unterwegs war. Dann kann die Kfz-Haftpflichtversicherung Regressansprüche stellen. Das gilt auch für Wohnmobile und Wohnwagen. Klingt nach einer überschaubaren Strafe? Stimmt. Aber der Versicherungsausfall im Schadensfall kann existenziell werden.
Zusätzlich: Hat ein Fahrzeug die HU um mehr als zwei Monate überzogen, kostet die anschließende Prüfung mehr – weil die Prüfstelle einen Aufschlag erheben darf.
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Häufige Fragen
Was kostet der TÜV für ein Wohnmobil bis 3,5 Tonnen?
Für ein Wohnmobil bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht kostet die Hauptuntersuchung inklusive Abgasuntersuchung in der Regel zwischen 120 und 165 Euro. Die reine HU liegt oft bei 80 bis 110 Euro, die AU kommt mit rund 30 bis 55 Euro dazu. Die genauen Gebühren unterscheiden sich je nach Prüforganisation und Bundesland leicht.
Was kostet TÜV und Gasprüfung bei einem Wohnmobil?
Wer HU, AU und Gasprüfung in einem Termin kombiniert, zahlt für ein Wohnmobil bis 3,5 Tonnen insgesamt zwischen 190 und 280 Euro. Die Gasprüfung allein schlägt mit 60 bis 120 Euro zu Buche, abhängig von Anbieter und Umfang der Anlage. Viele Prüfstellen bieten Kombi-Pakete zu Pauschalpreisen an – das lohnt sich in der Regel.
Was ist billiger – TÜV oder DEKRA?
Eine pauschale Aussage ist nicht möglich. Die Preisunterschiede zwischen TÜV-Gesellschaften, DEKRA, GTÜ und anderen Prüforganisationen betragen in der Regel 10 bis 30 Euro. Welcher Anbieter in deiner Region günstiger ist, hängt von der lokalen Preisgestaltung ab. Ein direkter Preisvergleich auf den Webseiten der Anbieter für deine spezifische Fahrzeugklasse ist am zuverlässigsten.
Wann muss ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen zum TÜV?
Wohnmobile zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen müssen erstmals nach 24 Monaten zur HU. Danach gilt ein zweijähriger Rhythmus – bis zum sechsten Fahrzeugjahr. Ab dann ist die Hauptuntersuchung jährlich fällig. Fahrzeuge über 7,5 Tonnen unterliegen von Beginn an einer jährlichen Prüfpflicht.
Was muss nach 10 Jahren an der Gasanlage getauscht werden?
Laut DVGW-Arbeitsblatt G 607 (A) müssen Druckregelgeräte, automatische Umschalteinrichtungen und Schlauchleitungen spätestens zehn Jahre nach dem aufgedruckten Herstellungsdatum ausgetauscht werden. Diese Regel gilt unabhängig davon, ob die Teile optisch noch in Ordnung wirken. Wer ein gebrauchtes Wohnmobil kauft, sollte das Herstellungsdatum dieser Bauteile als Erstes prüfen.
Braucht ein Wohnwagen unter 750 kg eine Hauptuntersuchung?
Nein. Wohnwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 750 Kilogramm sind in Deutschland von der Hauptuntersuchungspflicht befreit. Schwerere Wohnwagen müssen hingegen zur HU, allerdings ohne Abgasuntersuchung. Für Gasanlagen gilt die 10-Jahres-Regel nach DVGW G 607 (A) auch beim Wohnwagen.
Was kostet eine Nachprüfung nach nicht bestandener HU?
Wenn das Wohnmobil bei der Hauptuntersuchung erhebliche Mängel hat und nachgebessert werden muss, fällt für die Wiedervorlage eine Nachprüfgebühr an. Diese liegt je nach Prüfstelle und Umfang zwischen 20 und 50 Euro. Bei nur geringen Mängeln, die dokumentiert behoben werden, ist eine formelle Nachprüfung oft nicht nötig.
Kann ich das Wohnmobil auch in einer freien Werkstatt auf die HU vorbereiten lassen?
Ja, und das ist häufig empfehlenswert. Eine Vorinspektion in einer Kfz-Werkstatt kann Mängel aufdecken, bevor der Prüfer sie findet. Das spart Zeit und Geld, weil eine aufwändige Nachprüfung entfällt. Besonders nach langen Standzeiten lohnt ein Check von Bremsen, Beleuchtung, Dichtungen und Reifen – das sind klassische Schwachstellen bei Wohnmobilen.
Wenn du dein Wohnmobil vor der nächsten Hauptuntersuchung prüfen lassen möchtest oder unsicher bist, was noch erledigt werden muss: In unserer Werkstatt in Rostock schauen wir uns das Fahrzeug an und bereiten es gezielt auf die HU vor – damit der Termin beim Prüfer reibungslos läuft.
