E-Auto Laden Kosten Rechner: Ladekosten selbst berechnen

E-Auto Laden Kosten Rechner: So kalkulierst du

Die Ladekosten eines Elektroautos lassen sich mit einer einfachen Formel berechnen: Verbrauch in kWh pro 100 km (plus rund 10 % Ladeverlust) multipliziert mit dem aktuellen Strompreis. Je nach Ladeort und Tarif liegen die Kosten 2026 zwischen rund 5 und 14 Euro pro 100 Kilometer.

E-Auto Laden Kosten berechnen: Die Grundformel

Klingt simpel? Ist es auch. Du brauchst genau drei Werte, um deine Ladekosten selbst zu ermitteln:

  • den Verbrauch deines Fahrzeugs in kWh pro 100 km
  • einen Aufschlag von rund 10 % für Ladeverluste (Wärme, Umwandlungsverluste)
  • den Strompreis in Euro pro kWh an deinem Ladeort

Die Formel lautet: (Verbrauch kWh/100 km × 1,10) × Strompreis €/kWh = Kosten pro 100 km

Konkret: Ein kompakter Elektro-SUV verbraucht typischerweise rund 18 kWh auf 100 km. Mit Ladeverlust sind das 19,8 kWh. Zu Hause bei 0,37 Euro je kWh ergibt das rund 7,30 Euro. An einer öffentlichen Schnellladestation mit 0,65 Euro je kWh landen wir bei rund 12,90 Euro. Der Unterschied ist deutlich spürbar.

Welche Faktoren beeinflussen den Verbrauch?

Temperatur, Fahrgeschwindigkeit und Fahrzeugklasse verändern den tatsächlichen Verbrauch erheblich. Im Winter bei -10 Grad kann der Verbrauch eines Kompaktwagens von 16 auf über 25 kWh pro 100 km steigen. Bei Autobahnfahrten mit 130 km/h sind Werte über 24 kWh keine Ausnahme. Für den Rechner gilt deshalb: Nutze realistische Werte aus deiner eigenen Fahrpraxis, nicht die Herstellerangaben. Die liegen in der Regel 10 bis 30 Prozent unter dem Alltagsverbrauch.

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Ladekosten im Vergleich: Zuhause, AC-Station, Schnelllader

Der Ladeort ist der größte Kostenhebel. Pi mal Daumen gilt: Je schneller geladen wird, desto teurer wird der Strom. Das liegt an den höheren Infrastrukturkosten der Betreiber und an Leistungspreisen im Netz.

Ladeort Ladetyp Typischer Preis (2026) Kosten pro 100 km (18 kWh)
Zuhause (Haushaltsstrom) AC, bis 11 kW 0,32 – 0,40 €/kWh ca. 6,30 – 7,90 €
Zuhause (PV-Anlage, Eigenverbrauch) AC, bis 11 kW 0,06 – 0,10 €/kWh ca. 1,20 – 2,00 €
Öffentliche AC-Ladestation AC, bis 22 kW 0,40 – 0,65 €/kWh ca. 7,90 – 12,90 €
Öffentlicher DC-Schnelllader DC, 50 – 150 kW 0,55 – 0,75 €/kWh ca. 10,90 – 14,90 €
Autobahn-Schnelllader (HPC) DC, 150 – 400 kW 0,65 – 0,85 €/kWh ca. 12,90 – 16,80 €
Supermarkt-Ladesäule (z.B. Lidl, Rewe) AC/DC, 22-50 kW 0,35 – 0,55 €/kWh ca. 6,90 – 10,90 €

Alle Angaben Stand 2026, ohne Grundgebühren. Einige Tarife erheben zusätzlich eine Sitzblockiergebühr oder eine monatliche Karte. Das ändert die Gesamtrechnung je nach Nutzungsverhalten.

Was kostet ein Elektroauto voll zu laden?

Das hängt direkt von der Akkugröße ab. Eine Elektro-Limousine mit 77 kWh Nettokapazität kostet zu Hause bei 0,37 Euro je kWh rund 28,50 Euro für eine Vollladung von leer auf voll. An einem Schnelllader für 0,70 Euro je kWh sind es rund 53,90 Euro. Ein kleinerer Elektro-Kompaktwagen mit 40 kWh Akku kommt zu Hause auf rund 14,80 Euro. Praktisch lädt kaum jemand von 0 auf 100 Prozent, reale Ladevorgänge liegen meist bei 20 bis 80 Prozent.

E-Auto laden vs. Benzin tanken: Der direkte Kostenvergleich

Ist E-Auto-Laden wirklich billiger als Tanken? Kurz: ja, meistens – aber mit Unterschieden je nach Ladeort.

Ein Benziner mit 7 Litern Verbrauch auf 100 km kostet bei einem Spritpreis von 1,75 Euro je Liter rund 12,25 Euro pro 100 km. Ein Diesel mit 5,5 Liter bei 1,65 Euro kommt auf rund 9,08 Euro. Verglichen mit dem Heimladen eines Elektroautos für rund 6,30 bis 7,90 Euro pro 100 km liegt die Ersparnis bei rund 40 bis 55 Prozent. Die 47-Prozent-Ersparnis beim Heimladen gegenüber Benzinern, die für 2024 dokumentiert wurde, bestätigt diesen Trend.

Die Krux ist das öffentliche Schnellladen. Wer ausschließlich an Autobahn-Schnellladern lädt und 0,80 Euro je kWh zahlt, kann teurer unterwegs sein als mancher Dieselfahrer. Für die meisten Pendler, die zu Hause laden können, ist die Bilanz aber eindeutig positiv.

Wie viel kostet es, 100 km mit einem Elektroauto zu fahren?

Beim Heimladen liegen die Kosten typischerweise zwischen 6 und 9 Euro pro 100 km. An öffentlichen AC-Stationen zwischen 8 und 13 Euro. Am Schnelllader auf der Autobahn können es 13 bis 17 Euro werden. Der Durchschnitt liegt bei gemischter Nutzung (80 % Heimladen, 20 % öffentlich) bei rund 7 bis 10 Euro pro 100 km. Der ADAC gibt als Orientierung einen Verbrauch von 16,7 bis 30,9 kWh je nach Fahrzeugklasse an.

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So funktioniert ein E-Auto Laden Kosten Rechner

Einen eigenen Ladekosten-Rechner im Kopf zu haben ist einfacher als gedacht. Diese drei Schritte reichen:

Schritt 1 – Verbrauch ermitteln: Schau ins Bordcomputer-Menü oder ins Fahrzeughandbuch. Realistischer Alltagsverbrauch liegt bei Kompaktwagen bei 16 bis 20 kWh/100 km, bei SUV und Kombis bei 20 bis 27 kWh/100 km.

Schritt 2 – Ladeverlust einrechnen: Multipliziere den Verbrauch mit 1,10 (also 10 % Aufschlag). Bei 20 kWh ergibt das 22 kWh.

Schritt 3 – Strompreis einsetzen: Multipliziere mit deinem Tarif. Zuhause 0,35 Euro: 22 × 0,35 = 7,70 Euro pro 100 km. An der Schnellladesäule 0,68 Euro: 22 × 0,68 = 14,96 Euro pro 100 km.

Online-Rechner wie die von einschlägigen Energie- und E-Mobilitätsportalen bieten zusätzlich die Eingabe von THG-Prämien, Grundgebühren für Ladekarten und monatliche Fahrleistung. Das macht den Jahresvergleich gegen Verbrenner aussagekräftiger.

Welche Ladekarte ist die günstigste?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, weil der günstigste Tarif vom Nutzungsverhalten abhängt. Wer selten öffentlich lädt, fährt mit einer kostenlosen Basiskarte ohne Grundgebühr gut. Vielfahrer, die häufig an Schnellladern nachladen, profitieren von Flatrate-Modellen oder Karten mit niedrigerem kWh-Preis gegen eine monatliche Gebühr von rund 5 bis 12 Euro. Generell lohnt ein Vergleich über Roaming-fähige Ladekarten, die an mehreren Netzwerken gelten, statt vieler Einzelkarten.

Monatliche Ladekosten im Praxisbeispiel

Angenommen, du fährst 1.500 km im Monat mit einem Elektro-Kombi, der 22 kWh auf 100 km verbraucht. 80 Prozent davon lädst du zu Hause zu 0,36 Euro je kWh, 20 Prozent öffentlich zu 0,59 Euro je kWh.

Heimladen: 1.200 km × 22 kWh × 1,10 / 100 × 0,36 Euro = rund 104,50 Euro

Öffentlich: 300 km × 22 kWh × 1,10 / 100 × 0,59 Euro = rund 43,00 Euro

Gesamt: rund 147,50 Euro pro Monat – also etwa 9,83 Euro je 100 km im Schnitt.

Derselbe Fahrer mit einem Benzin-Kombi und 8 Litern auf 100 km bei 1,72 Euro je Liter käme auf rund 206,40 Euro monatlich. Ersparnis: fast 60 Euro im Monat, also rund 720 Euro pro Jahr.

Lohnt sich ein Elektroauto 2026 noch?

Aus unserer Werkstattpraxis sehen wir, dass die Betriebskosten beim Elektroauto deutlich niedriger liegen als beim Verbrenner – weniger Verschleißteile, günstigere Kraftstoffkosten beim Heimladen, keine Ölwechsel. Der Anschaffungspreis bleibt höher, und der Wertverlust ist bei manchen Modellen noch ausgeprägt. Wer jährlich mehr als 15.000 km fährt und zu Hause laden kann, amortisiert den Aufpreis in vielen Fällen innerhalb von vier bis sechs Jahren. Wer überwiegend an teuren Schnellladern laden müsste, sollte die Rechnung genau durchführen.

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Häufige Fragen

Wie viel kostet es, 100 km mit einem Elektroauto zu fahren?

Beim Heimladen liegen die Kosten bei rund 6 bis 9 Euro pro 100 km. An öffentlichen AC-Ladepunkten sind es rund 8 bis 13 Euro, an DC-Schnellladern auf der Autobahn 13 bis 17 Euro. Bei gemischter Nutzung (hauptsächlich Heimladen) ergibt sich ein realistischer Schnitt von 7 bis 10 Euro. Der Verbrauch liegt je nach Fahrzeugklasse zwischen 16,7 und 30,9 kWh auf 100 km – die tatsächlichen Werte übertreffen die Herstellerangaben oft um 10 bis 30 Prozent.

Wie viel kostet es, ein Elektroauto voll zu laden?

Das hängt von der Akkukapazität ab. Ein Kompaktwagen mit 40 kWh Akku kostet zu Hause bei 0,37 Euro/kWh rund 14,80 Euro für eine Vollladung. Eine größere Elektro-Limousine mit 77 kWh Akku kommt auf rund 28,50 Euro zu Hause, an einem Schnelllader auf bis zu 54 Euro. In der Praxis laden die meisten Fahrerinnen und Fahrer nur von etwa 20 auf 80 Prozent, was die Kosten entsprechend reduziert.

Ist E-Auto-Laden billiger als Benzin tanken?

Beim Heimladen ja, deutlich. Die Kosten lagen 2024 rund 47 Prozent unter denen des Benzinbetriebs. Bei 0,36 Euro/kWh und 18 kWh Verbrauch ergibt das rund 7,10 Euro pro 100 km – ein Benziner mit 7 Litern Verbrauch kostet bei 1,75 Euro/Liter rund 12,25 Euro. Anders sieht es an teuren Schnellladern mit 0,80 Euro/kWh aus: Dort können die Kosten auf 15 bis 17 Euro pro 100 km steigen und damit mit Diesel gleichziehen oder ihn übertreffen.

Welche Ladekarte für E-Autos ist die günstigste?

Die günstigste Ladekarte hängt von deinem Nutzungsverhalten ab. Wer selten öffentlich lädt, ist mit einer gebührenfreien Basiskarte gut bedient – der kWh-Preis ist dann oft etwas höher (0,55 bis 0,70 Euro). Vielfahrer mit regelmäßigem öffentlichen Laden sparen mit Monatskarten für 5 bis 12 Euro Grundgebühr, die günstigere kWh-Preise bieten. Roaming-Karten, die in mehreren Netzwerken funktionieren, vermeiden die Notwendigkeit mehrerer Einzelkarten.

Was kostet das Laden eines E-Autos an der Autobahn?

Autobahn-Schnelllader (HPC, 150 bis 400 kW) zählen zu den teuersten Lademöglichkeiten. Die Preise liegen 2026 meist zwischen 0,65 und 0,85 Euro pro kWh, an einigen Standorten auch darüber. Für 100 km Reichweite (bei 22 kWh Verbrauch) sind das rund 15 bis 20 Euro. Wer regelmäßig auf der Autobahn schnellladen muss, sollte einen Tarif mit vergünstigten DC-Preisen wählen oder die Ladekosten als Reisekosten einkalkulieren.

Was kostet eine Ladung zuhause – und was brauche ich dafür?

Zuhause laden ist die günstigste Option. Mit dem normalen Haushaltsstrom (Schuko-Steckdose) und dem mitgelieferten Ladekabel kostet eine Vollladung eines 60-kWh-Akkus bei 0,36 Euro/kWh rund 21,60 Euro. Mit einer Wallbox (11 kW) lädt es schneller und effizienter, an den kWh-Kosten ändert sich nichts – außer du wechselst auf einen speziellen Nachtstrom- oder E-Auto-Tarif ab rund 0,28 Euro/kWh, was die Kosten weiter senkt. Die Wallbox selbst kostet in der Anschaffung rund 700 bis 1.500 Euro inklusive Installation.

Lohnt sich ein Elektroauto 2026 noch zu kaufen?

Für Vielfahrer mit Heimlademöglichkeit ist die Betriebskostenrechnung klar positiv: niedrigere Kraftstoffkosten, geringere Wartungskosten (kein Ölwechsel, weniger Bremsenverschleiß), günstigere Kfz-Steuer. Der höhere Anschaffungspreis und teils stärkerer Wertverlust sind reale Nachteile. Wer mehr als 15.000 km jährlich fährt und hauptsächlich zu Hause laden kann, amortisiert den Mehrpreis in vier bis sechs Jahren. Für reine Stadtfahrzeuge mit kurzen Tagesstrecken ist die Bilanz ebenfalls positiv.

Wie berechne ich die monatlichen Ladekosten meines E-Autos?

Formel: Monatliche Kilometer × Verbrauch kWh/100 km × 1,10 (Ladeverlust) / 100 × Strompreis. Beispiel: 1.200 km × 20 kWh × 1,10 / 100 × 0,36 Euro = rund 95 Euro monatlich beim Heimladen. Für gemischtes Laden teilst du die Kilometer auf Heimladen und öffentliches Laden auf und rechnest jeden Teil separat mit dem jeweiligen kWh-Preis. Online-Rechner verschiedener Energieversorger und Mobilitätsportale nehmen dir diese Schritte ab und ermöglichen zusätzlich den Vergleich mit Benzin- und Dieselkosten.

Wenn du unsicher bist, ob dein Elektroauto die Lade- und Verbrauchswerte noch korrekt anzeigt oder ob die Bordtechnik kalibriert ist: In unserer Werkstatt in Rostock schauen wir uns das gern an – unabhängig von Marke und Modell.