Gebrauchtwagen Checkliste 2026: Sicher kaufen Schritt für Schritt

Kunde und Beraterin prüfen gemeinsam einen Gebrauchtwagen mit Checkliste

Die Gebrauchtwagen Checkliste ist dein wichtigstes Werkzeug beim Kauf eines gebrauchten Autos. Sie hilft dir, Karosserie, Motor, Unterlagen und Probefahrt systematisch zu prüfen – und teure Überraschungen zu vermeiden. Rund 6,5 Millionen Gebrauchtwagen wechseln jährlich in Deutschland den Besitzer. Wer dabei strukturiert vorgeht, spart im Schnitt 1.500 bis 2.000 Euro durch aufgedeckte Schwachstellen. Diese Schritt-für-Schritt-Prüfliste führt dich sicher durch den gesamten Prozess – von der ersten Sichtprüfung bis zum unterschriebenen Kaufvertrag.

Warum eine Checkliste beim Gebrauchtwagenkauf unverzichtbar ist

Der Gebrauchtwagenmarkt boomt. Allein im März 2026 wurden in Deutschland 725.727 Kraftfahrzeuge umgeschrieben – ein Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das zeigt: Gebrauchtwagen sind gefragter denn je. Gleichzeitig steigt das Risiko, ein Fahrzeug mit versteckten Schwachstellen zu kaufen, wenn man unvorbereitet in die Besichtigung geht.

Der TÜV-Report 2026 liefert eine ernüchternde Zahl: 21,5 Prozent aller geprüften Pkw fallen mit erheblichen Mängeln durch die Hauptuntersuchung. Und etwa 2 Prozent der deutschen Gebrauchtwagen haben manipulierte Tachostände. Das klingt wenig – bei 6,5 Millionen Transaktionen pro Jahr sind das aber rund 130.000 betroffene Fahrzeuge.

Ein professioneller Gebrauchtwagencheck kostet zwischen 29 und 300 Euro. Die durchschnittliche Ersparnis, wenn dabei Schwachstellen aufgedeckt werden, liegt bei 1.500 bis 2.000 Euro. Das entspricht einem Return on Investment von bis zu Faktor 25. Trotzdem verzichten viele Käufer darauf – oft weil sie sich unter Zeitdruck setzen lassen oder die Prüfschritte nicht kennen.

Die häufigsten Fehler beim Gebrauchtwagenkauf sind überschaubar:

  • Kein VIN-Check: Die Fahrzeughistorie bleibt im Dunkeln.
  • Keine Probefahrt: Fahrverhalten und Geräusche werden nicht getestet.
  • Zeitdruck durch den Verkäufer: Entscheidungen unter Druck sind selten gute Entscheidungen.
  • Fehlende schriftliche Zusicherungen: Mündliche Versprechen sind im Streitfall wertlos.
  • Nur auf den Kaufpreis geachtet: Versicherung, Steuer und Wartung werden nicht einkalkuliert.

Diese Checkliste schützt dich vor all diesen Fallen. Sie ist so aufgebaut, dass du sie Schritt für Schritt abarbeiten kannst – egal ob du ein Fahrzeug beim Händler oder privat kaufst. Beim Händlerkauf hast du zusätzlich den Vorteil der gesetzlichen Sachmängelhaftung, die wir weiter unten genau erklären.

Gebrauchtwagen-Umschreibungen Deutschland 0 2 Mio. 4 Mio. 6 Mio. 6,5 Mio. Gesamtmarkt 2025 0,77 Mio. TOP-100-Händler 2023 Fahrzeuge (Mio.) · Quelle: KBA / Branchendaten
Gebrauchtwagen-Umschreibungen in Deutschland: Gesamtmarkt 2025 vs. Auslieferungen der TOP-100-Händlergruppen 2023.

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Karosserie, Lack und Scheiben: Die äußere Inspektion

Die äußere Inspektion ist der erste und einer der wichtigsten Prüfschritte. Hier gilt eine eiserne Regel: Besichtige das Fahrzeug ausschließlich bei Tageslicht und trockenem Wetter. Regen und künstliches Licht verschlucken Farbunterschiede, Dellen und Roststellen. Wer ein Auto abends in der Tiefgarage kauft, kauft buchstäblich die Katze im Sack.

Beginne mit den Spaltmaßen. Das sind die Abstände zwischen Türen, Motorhaube, Kofferraumdeckel und Kotflügeln. Gehe einmal um das Fahrzeug herum und schaue, ob diese Abstände gleichmäßig sind. Ungleichmäßige Spaltmaße sind ein klares Zeichen für Unfallschäden oder unsachgemäße Reparaturen. Kein Fahrzeug verlässt das Werk mit schiefen Spaltmaßen.

Suche gezielt nach Rost an den neuralgischen Punkten:

  • Radläufe: Hier sammelt sich Schmutz und Feuchtigkeit.
  • Türunterkanten: Besonders anfällig, weil Wasser dort steht.
  • Schweller: Tragende Teile – Rost hier ist sicherheitsrelevant.
  • Unterboden: Wenn möglich auf einer Hebebühne oder Grube prüfen.

Beim Lack achtest du auf Farbunterschiede und matte Stellen. Halte dich seitlich zum Fahrzeug und schaue entlang der Karosserie. Nachlackierte Bereiche reflektieren das Licht anders. Eine professionelle Lackschichtdickenmessung kostet beim TÜV Süd rund 23,50 Euro und deckt Nachlackierungen zuverlässig auf – auch wenn sie mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Originallack hat eine gleichmäßige Schichtdicke; aufgetragener Lack ist dicker.

Prüfe alle Scheiben auf Risse und Steinschläge. Ein Steinschlag in der Sichtlinie des Fahrers kann zur Ablehnung bei der Hauptuntersuchung führen. Windschutzscheiben sind teuer – ein Austausch kostet je nach Fahrzeug zwischen 200 und über 1.000 Euro. Kontrolliere außerdem alle Dichtungen und Gummis auf Risse und Verhärtungen. Undichte Türdichtungen lassen Feuchtigkeit in den Innenraum – ein häufiger Auslöser für Schimmel und Geruchsprobleme.

Tipp: Nimm ein Stück weißes Papier mit zur Besichtigung. Halte es neben verschiedene Karosserieteile – so erkennst du Farbunterschiede zwischen Original- und Nachlackierung noch besser als mit bloßem Auge.

Motor, Getriebe und Fahrwerk: Technische Kernprüfung

Der Motorraum erzählt dir viel über die Vergangenheit eines Fahrzeugs. Öffne die Haube und schaue zunächst, ob der Motorraum trocken ist. Öl- und Flüssigkeitsverluste hinterlassen Spuren – fettige Ablagerungen, dunkle Flecken oder Ölfilm auf dem Unterboden. Ein sauberer, trockener Motorraum ist ein gutes Zeichen.

Prüfe alle Betriebsflüssigkeiten systematisch:

  • Motoröl: Ziehe den Ölmessstab heraus. Das Öl sollte klar bis dunkelbraun sein. Weiße Schlieren oder schaumige Konsistenz deuten auf Kühlwassereintrag hin – das ist ein schwerwiegender Defekt, der auf einen Motorschaden hinweisen kann.
  • Kühlwasser: Darf nicht ölig oder rostfarben sein. Öl im Kühlwasser ist ebenfalls ein Alarmsignal.
  • Bremsflüssigkeit: Füllstand im Ausgleichsbehälter prüfen. Sehr dunkle Bremsflüssigkeit deutet auf langen Wechselintervall hin.

Bitte den Verkäufer, das Fahrzeug kalt zu starten – also bevor der Motor warmgelaufen ist. Beim Kaltstart hörst du am deutlichsten, ob der Motor ungewöhnliche Geräusche macht. Klopfen oder Rasseln können auf Verschleiß an Lagern oder der Steuerkette hindeuten. Beobachte auch die Abgasfarbe: Blauer Rauch signalisiert Ölverbrennung, schwarzer Rauch Gemischprobleme. Weißer Dampf bei kaltem Wetter ist normal – dauerhaft weißer Rauch im Warmbetrieb deutet auf Kühlwassereintrag hin.

Teste das Getriebe sorgfältig. Beim Schaltgetriebe müssen alle Gänge sauber einrasten, ohne Knirschen oder Widerstand. Bei Automatikgetrieben achtest du auf weiche, ruckfreie Schaltvorgänge. Harte Schläge beim Gangwechsel sind ein Warnsignal.

Beim Fahrwerk prüfst du folgende Punkte:

  • Profiltiefe der Reifen: Das gesetzliche Minimum liegt bei 1,6 mm. Die Sicherheitsempfehlung lautet: mindestens 3 mm. Neue Reifen kosten je nach Größe 50 bis 200 Euro pro Stück – das ist ein konkretes Verhandlungsargument.
  • Reifenalter: Die DOT-Nummer auf der Reifenflanke verrät das Herstellungsdatum. Die letzten vier Ziffern stehen für Kalenderwoche und Jahr (z. B. „2319″ = 23. Woche 2019). Reifen nicht älter als 6 Jahre verwenden.
  • Bremsscheiben: Die Oberfläche sollte beidseitig glatt sein. Starke Riefen oder eine deutlich sichtbare Stufe am Rand deuten auf Verschleiß hin.
  • Stoßdämpfer: Müssen trocken sein – Ölfilm auf dem Dämpfer bedeutet Defekt. Drücke jeden Kotflügel einmal kräftig nach unten und lasse los. Das Fahrzeug sollte einmal nachschwingen und dann stehen bleiben.
  • Lenkradspiel: 1 bis 2 cm Bewegung des Lenkrads sollten die Vorderräder bewegen. Beim Geradeausfahren muss das Lenkrad gerade stehen.
Gut zu wissen: Unsere Werkstattprofis bei Autohaus Dethloff in Rostock prüfen jeden Gebrauchtwagen vor dem Verkauf technisch durch – inklusive Motordiagnose und Fahrwerkscheck. Fahrzeuge aus unserem Bestand kommen mit dokumentierter Servicehistorie.

Innenraum, Elektrik und Probefahrt: Was viele übersehen

Der Innenraum ist ein ehrlicher Zeuge. Er verrät dir, wie ein Fahrzeug wirklich genutzt wurde – unabhängig davon, was der Tacho anzeigt. Stark abgenutzte Pedalgummis, durchgesessene Sitze und ausgefranste Sicherheitsgurte bei angeblich geringer Laufleistung sind ein klares Warnsignal für Tachomanipulation. Rund 2 Prozent der deutschen Gebrauchtwagen sind davon betroffen – das klingt wenig, entspricht aber bei 6,5 Millionen Transaktionen rund 130.000 Fahrzeugen pro Jahr.

Teste alle elektrischen Funktionen vollständig und systematisch. Viele Käufer prüfen nur das Offensichtliche und übersehen teure Defekte:

  • Klimaanlage und Heizung: Alle Stufen und Temperaturen testen.
  • Fensterheber: Alle vier Fenster hoch und runter.
  • Sitzheizung: Wird sie warm? Beide Seiten prüfen.
  • Schiebedach: Öffnen, schließen, kippen – auf Geräusche achten.
  • Navigationssystem: Startet es? Sind Karten aktuell?
  • Fahrassistenzsysteme: Spurhalteassistent, Abstandstempomat, Notbremsassistent – Aktivierung prüfen.
  • Rückfahrkamera und Einparkhilfe: Bild klar? Sensoren reagieren?
  • Freisprechanlage, Scheibenwischer, Hupe, Tempomat: Alles einmal betätigen.

Achte auf die Warnleuchten beim Start. Airbag-Kontrollleuchte und Motorkontrollleuchte müssen nach dem Startvorgang erlöschen. Bleibt eine dieser Leuchten an, liegt ein aktiver Fehler vor. Das kann von einer losen Glühbirne bis zu einem teuren Motorsteuergerätdefekt reichen.

Rieche bewusst im Innenraum und Kofferraum. Ein muffiger oder modriger Geruch deutet auf Feuchtigkeitsschäden hin – oft die Folge undichter Scheiben, Türdichtungen oder eines Wasserschadens. Feuchtigkeitsschäden sind aufwendig zu beheben und können Schimmel verursachen.

Die Probefahrt ist Pflicht – nicht optional. Wähle eine Strecke mit verschiedenen Fahrsituationen: Stadtverkehr mit Stop-and-go, eine Landstraße für mittlere Geschwindigkeiten und wenn möglich die Autobahn. Nur so bekommst du ein vollständiges Bild des Fahrverhaltens. Beim Privatverkäufer gilt: Lass dir vor der Probefahrt Fahrzeugpapiere und Personalausweis zeigen. So stellst du sicher, dass der Verkäufer tatsächlich der Eigentümer ist.

Auf der Probefahrt achtest du auf:

  • Bremsen: Gleichmäßige Wirkung ohne Seitenziehen, keine Geräusche. Feststellbremse am Berg testen.
  • Lenkung: Präzise, kein übermäßiges Spiel. Das Lenkrad darf beim Bremsen nicht zittern – das würde auf verzogene Bremsscheiben hindeuten.
  • Motorgeräusche: Unter Last, beim Beschleunigen und im Leerlauf.
  • Cockpit-Instrumente: Alle Anzeigen und Schalter während der Fahrt auf Funktion prüfen.

Unterlagen-Check und VIN-Check: Papiere lügen nicht

Der Unterlagen-Check ist so wichtig wie die technische Prüfung. Fehlende oder gefälschte Dokumente sind ein gravierendes Warnsignal – und können im schlimmsten Fall bedeuten, dass das Fahrzeug gestohlen ist oder mit einer Finanzierung belastet wurde.

Folgende Dokumente müssen beim Kauf vorliegen:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (ehemaliger Fahrzeugschein): Enthält aktuelle Halterdaten und technische Daten.
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (ehemaliger Fahrzeugbrief): Enthält die Eigentumshistorie. Wer dieses Dokument hat, gilt als Eigentümer.
  • Prüfbericht der letzten HU/AU: Muss physisch übergeben werden. Die Plakette am Kennzeichen allein reicht nicht – nur der Bericht zeigt, welche Mängel bei der letzten Prüfung festgestellt wurden.
  • Scheckheft oder Servicehistorie: Lückenlose Einträge mit korrekten Werkstattstempeln belegen regelmäßige Wartung. Fehlende Einträge können durch Werkstattrechnungen ersetzt werden.
  • Bedienungsanleitung, alle Fahrzeugschlüssel (inkl. Zweitschlüssel), ABE für Zubehör oder Tuningteile.

Der wichtigste Einzelschritt beim Unterlagen-Check ist der FIN-Abgleich. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) steht auf der Zulassungsbescheinigung und ist zusätzlich am Fahrzeug eingeprägt – meist an der Windschutzscheibe unten links und im Motorraum. Vergleiche beide Stellen mit den Papieren. Jede Abweichung ist ein gravierendes Warnsignal und ein Grund, den Kauf sofort abzubrechen.

Prüfe außerdem den Halterabgleich: Der Verkäufer muss mit dem eingetragenen Halter in Teil II übereinstimmen. Weicht das ab, brauchst du eine schriftliche Vollmacht des eingetragenen Eigentümers. Ohne diese Vollmacht kannst du nicht sicher sein, dass der Verkäufer überhaupt berechtigt ist, das Fahrzeug zu verkaufen.

Gleiche die Kilometerstände im Scheckheft mit dem aktuellen Tachostand ab. Die Einträge müssen chronologisch und plausibel steigen. Ein Sprung von 80.000 auf 60.000 Kilometer ist physikalisch unmöglich – und ein sicheres Zeichen für Manipulation.

Führe vor dem Kauf einen VIN-Check durch. Dieser prüft die Fahrzeugidentifizierungsnummer auf Rückrufe, Unfallhistorie und Kilometermanipulation. Ein kostenloser Online-VIN-Check ist zum Beispiel über fahrzeugschein.de verfügbar. Die optimale Strategie: Erst kostenlos digital per VIN-Check prüfen, dann bei konkretem Verdacht gezielt physisch bei ADAC, TÜV oder DEKRA nachprüfen lassen.

Im Kaufvertrag müssen folgende Angaben enthalten sein: FIN, Zulassungsbescheinigung-Nummer, Kaufpreis, mitgeliefertes Zubehör, Fahrzeugzustand sowie Unterschriften beider Parteien. Lass alle mündlichen Zusicherungen schriftlich eintragen – zum Beispiel „unfallfrei laut Verkäufer“ oder „originaler Kilometerstand“. Nur was im Vertrag steht, kannst du im Streitfall geltend machen.

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Professioneller Gebrauchtwagencheck: Kosten und Anbieter im Vergleich

Ein professioneller Gebrauchtwagencheck lohnt sich fast immer. Die Kosten sind überschaubar, der potenzielle Nutzen erheblich. Bei aufgedeckten Schwachstellen sparst du im Schnitt 1.500 bis 2.000 Euro – entweder durch Preisverhandlung oder weil du ein ungeeignetes Fahrzeug rechtzeitig erkennst. Das entspricht einem Return on Investment von Faktor 10 bis 25.

Die optimale Strategie ist zweistufig: Erst kostenlos digital per VIN-Check prüfen, dann gezielt physisch bei einem der großen Prüfanbieter nachprüfen lassen. Welchen Anbieter du wählst, hängt von deinem Budget und dem gewünschten Prüfumfang ab.

Anbieter Paket Preis Besonderheit
TÜV Süd Basispaket 29,50 € Günstigster Einstieg; modular erweiterbar
TÜV Süd Lackschichtdickenmessung 23,50 € Nachlackierungen zuverlässig erkennen
TÜV Nord Rundum-Check 89,00 € ~80 Prüfpositionen als Pauschalpreis
TÜV Rheinland Vollgutachten mit Siegel ab 153 € Offizielles Gutachten; Preise auf Anfrage
ADAC (Mitglied) Basis-Check ab 89 € Fehlerspeicher, Prüfprotokoll
ADAC (Mitglied) Premium-Check ab 219 € + Abgasmessung, Ölanalyse, Achsgeometrie, DAT-Listenpreis
DEKRA Modular / Vollcheck ab ~49 € / ~114 € Flexibel buchbar; Preise auf Anfrage

Für die meisten Käufe empfiehlt sich ein Standardcheck im Bereich 80 bis 150 Euro. Er umfasst Motor, Elektronik, Karosserie und Fahrwerk und liefert ein vollständiges Bild. Den Premium-Check lohnt es sich bei teureren Fahrzeugen oder älteren Modellen zu buchen – hier kann die Ölanalyse allein schon einen drohenden Motorschaden aufdecken.

Wichtig: Lass den Check vor dem Kauf durchführen, nicht danach. Viele Verkäufer – besonders seriöse Händler – haben kein Problem damit. Wer sich einer Prüfung verweigert, sollte dich misstrauisch machen.

Händlerkauf vs. Privatkauf: Deine Rechte im Vergleich

Der Kauf beim Händler und der Privatkauf unterscheiden sich rechtlich erheblich. Für viele Käufer ist der Händlerkauf die sicherere Wahl – besonders wenn man kein technisches Vorwissen mitbringt oder kein Risiko eingehen möchte.

Kriterium Händlerkauf (B2C) Privatkauf
Sachmängelhaftung 2 Jahre gesetzlich (verkürzbar auf 1 Jahr) Vollständig ausschließbar
Beweislastumkehr 12 Monate (§ 477 BGB, seit 2022) Nicht anwendbar
Gewährleistungsausschluss Unzulässig Zulässig per Vertrag
Arglisthaftung Ja (§ 444 BGB) Ja (§ 444 BGB)
Fahrzeugprüfung Oft geprüfte Fahrzeuge Keine Prüfpflicht
Risiko versteckte Schwachstellen Geringer (Haftung greift) Höher (Käufer trägt Risiko)
Preis Tendenziell höher Tendenziell günstiger

Besonders wichtig: die Beweislastumkehr nach § 477 BGB. Seit der BGB-Reform 2022 gilt: Tritt ein Mangel innerhalb der ersten 12 Monate nach dem Kauf beim Händler auf, wird gesetzlich vermutet, dass er bereits bei der Übergabe vorhanden war. Du musst das also nicht beweisen – der Händler muss das Gegenteil beweisen. Früher galt diese Frist nur 6 Monate. Das ist ein erheblicher Vorteil für Käufer.

Beim Privatkauf hingegen kann die Gewährleistung vollständig ausgeschlossen werden – und das ist in der Praxis fast immer der Fall. Der Verkäufer haftet dann nur noch bei arglistigem Verschweigen bekannter Schwachstellen (§ 444 BGB). Das ist schwer nachzuweisen. Deshalb ist die Eigenprüfung beim Privatkauf noch wichtiger.

Taucht nach dem Kauf beim Händler ein Problem auf, gibt es klare Eskalationsstufen: Zunächst hast du Anspruch auf Nachbesserung. Schlägt diese fehl, kannst du den Kaufpreis mindern. Bei einem erheblichen Mangel ist auch der Rücktritt vom Kaufvertrag möglich. Im schlimmsten Fall kommt Schadensersatz in Betracht.

Wenn du in Rostock oder Mecklenburg-Vorpommern nach einem geprüften Gebrauchtwagen suchst, findest du bei Autohaus Dethloff in Evershagen und Dierkow eine breite Auswahl – mit dokumentierter Servicehistorie und voller gesetzlicher Sachmängelhaftung.

Aktuelle Fahrzeuge aus unserem Bestand in Rostock

Mercedes-Benz B 180 (01/2020, Benzin)
B 180 7G-DCT +KAM+NAV+LED+DAB+
Mercedes-Benz B 180 (01/2020, Benzin)
18.940 €
Differenzbesteuert gem. § 25a UStG, MwSt. wird nicht ausgewiesen
MarkeMercedes-Benz
ModellB 180
KraftstoffartBenzin
Kilometerstand105.100 km
Erstzulassung01/2020
Kraftstoffverbr. komb. · CO₂ komb.
Opel Grandland X (10/2024, Benzin)
Grandland (X) 1.2 Turbo Enjoy
Opel Grandland X (10/2024, Benzin)
22.860 €
Differenzbesteuert gem. § 25a UStG, MwSt. wird nicht ausgewiesen
MarkeOpel
ModellGrandland X
KraftstoffartBenzin
Kilometerstand20.100 km
Erstzulassung10/2024
Kraftstoffverbr. komb. 6.4 l/100km · CO₂ komb. 144 g/km
Nissan Micra (03/2023, Benzin)
Micra 1.0 IG-T N-Way
Nissan Micra (03/2023, Benzin)
16.600 €
Differenzbesteuert gem. § 25a UStG, MwSt. wird nicht ausgewiesen
MarkeNissan
ModellMicra
KraftstoffartBenzin
Kilometerstand23.800 km
Erstzulassung03/2023
Kraftstoffverbr. komb. 5.3 l/100km · CO₂ komb. 121 g/km
Mazda CX-60 (03/2023, Hybrid (Benzin/Elektro))
CX-60 e-SKYACTIV AWD PHEV HOMURA
Mazda CX-60 (03/2023, Hybrid (Benzin/Elektro))
36.900 €
Differenzbesteuert gem. § 25a UStG, MwSt. wird nicht ausgewiesen
MarkeMazda
ModellCX-60
KraftstoffartHybrid (Benzin/Elektro)
Kilometerstand45.900 km
Erstzulassung03/2023
Kraftstoffverbr. komb. 2.2 l/100km · CO₂ komb. 33 g/km
Skoda Octavia (03/2026, Diesel)
Octavia Combi 2.0 TDI 7-Gang-DSG
Skoda Octavia (03/2026, Diesel)
39.690 €
Differenzbesteuert gem. § 25a UStG, MwSt. wird nicht ausgewiesen
MarkeSkoda
ModellOctavia
KraftstoffartDiesel
Kilometerstand1.627 km
Erstzulassung03/2026
Kraftstoffverbr. komb. 4.7 l/100km · CO₂ komb. 123 g/km
Skoda Octavia (04/2026, Diesel)
Octavia Combi Skoda Tour 2.0 TDI 110 kW (150 PS)
Skoda Octavia (04/2026, Diesel)
38.990 €
Differenzbesteuert gem. § 25a UStG, MwSt. wird nicht ausgewiesen
MarkeSkoda
ModellOctavia
KraftstoffartDiesel
Kilometerstand6.000 km
Erstzulassung04/2026
Kraftstoffverbr. komb. 4.7 l/100km · CO₂ komb. 123 g/km

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  • Zwei Standorte: Theodor-Körner-Str. 45, 18106 Rostock Evershagen & Hinrichsdorfer Str. 7f, 18146 Rostock Dierkow
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  • Händler-Gewährleistung: mindestens 12 Monate gesetzliche Gewährleistung auf jeden Gebrauchten
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Häufige Fragen zur Gebrauchtwagen Checkliste

Was muss ich beim Gebrauchtwagenkauf unbedingt prüfen?

Prüfe Karosserie (Spaltmaße, Rost, Lack), Motor (Flüssigkeiten, Kaltstart, Abgasfarbe), Fahrwerk (Reifen, Bremsen, Stoßdämpfer), Elektrik, alle Unterlagen inklusive FIN-Abgleich sowie HU-Prüfbericht. Führe außerdem einen VIN-Check und eine Probefahrt durch.

Welche Dokumente muss der Verkäufer beim Gebrauchtwagenkauf übergeben?

Zulassungsbescheinigung Teil I und II, der physische HU/AU-Prüfbericht (nicht nur die Plakette), Scheckheft oder Wartungsrechnungen, Bedienungsanleitung, alle Fahrzeugschlüssel inklusive Zweitschlüssel sowie ABE für nachgerüstetes Zubehör.

Wie lange gilt die Gewährleistung beim Gebrauchtwagenkauf beim Händler?

Gesetzlich gilt beim Händlerkauf eine Sachmängelhaftung von 2 Jahren. Für Gebrauchtwagen kann sie vertraglich auf 1 Jahr verkürzt werden. Ein vollständiger Ausschluss ist beim Händler unzulässig. Die Beweislastumkehr gilt seit 2022 für die ersten 12 Monate.

Wie erkenne ich Tachomanipulation beim Gebrauchtwagen?

Stark abgenutzte Pedalgummis, Lenkrad und Sitze passen nicht zur angegebenen Laufleistung. Gleiche Kilometerstände im Scheckheft mit dem Tachostand ab. Ein VIN-Check deckt Kilometermanipulation zusätzlich auf. Rund 2 Prozent der deutschen Gebrauchtwagen sind betroffen.

Was kostet ein professioneller Gebrauchtwagencheck bei TÜV, ADAC oder DEKRA?

TÜV Süd startet modular ab 29,50 Euro, TÜV Nord bietet einen Rundum-Check für 89 Euro. ADAC-Mitglieder zahlen ab 89 Euro, der Premium-Check kostet ab 219 Euro. DEKRA arbeitet modular ab etwa 49 Euro. Die Gesamtspanne liegt zwischen 29 und 300 Euro.

Was ist ein VIN-Check und wozu brauche ich ihn?

Der VIN-Check prüft die Fahrzeugidentifizierungsnummer auf Rückrufe, Unfallhistorie und Kilometermanipulation. Er ist kostenlos online verfügbar, zum Beispiel über fahrzeugschein.de. Führe ihn vor jeder Besichtigung durch – er dauert nur wenige Minuten.

Kann beim Privatkauf die Gewährleistung ausgeschlossen werden?

Ja, beim Privatkauf ist ein vollständiger Gewährleistungsausschluss per Vertrag zulässig. Der Verkäufer haftet dann nur noch bei arglistigem Verschweigen bekannter Schwachstellen gemäß § 444 BGB. Das macht die eigene Prüfung beim Privatkauf besonders wichtig.