Praktische Fahrprüfung Kosten: Gebühren & Vorstellungsentgelt
Die praktische Fahrprüfung kostet in Deutschland insgesamt rund 200 bis 450 Euro. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus der gesetzlich geregelten Prüfungsgebühr beim TÜV oder DEKRA (rund 130 Euro für Klasse B) und dem Vorstellungsentgelt der Fahrschule (150 bis 300 Euro) für Organisation, Fahrzeugbereitstellung und Begleitung.
Was kostet die praktische Fahrprüfung – und warum zahlt man zweimal?
Viele angehende Führerscheininhaber wundern sich, warum auf der Rechnung der Fahrschule zwei separate Positionen für die Prüfung auftauchen. Die Erklärung ist einfach: Es gibt zwei völlig verschiedene Kostenblöcke, die sich nicht vermischen lassen.
Erster Block: die amtliche Prüfungsgebühr. Sie wird von TÜV, DEKRA oder einem anderen amtlich anerkannten Sachverständigen erhoben und ist bundesweit durch eine Gebührenordnung geregelt. Für die praktische Prüfung der Klasse B liegt sie bei rund 130 Euro, die Theorieprüfung schlägt mit rund 25 Euro zu Buche. Diese Beträge sind fix – ob du in München, Hamburg oder Rostock prüfst, spielt dabei keine Rolle.
Zweiter Block: das Vorstellungsentgelt der Fahrschule. Hier legt jede Schule selbst fest, was sie berechnet. Dieser Betrag deckt ab: die Begleitung durch den Fahrlehrer, die Bereitstellung des Prüfungsfahrzeugs (inklusive Kfz-Steuer, Versicherung, Wartung), Anfahrt zum Prüfort und Verwaltungsaufwand. Typisch sind 150 bis 300 Euro, in teuren Großstädten auch mehr.
Wie viel zahlt man für die Praxisprüfung insgesamt?
Addiert man beide Blöcke, ergibt sich für die Klasse B eine Gesamtbelastung von rund 280 bis 430 Euro. Der Unterschied zwischen günstigen und teuren Fahrschulen liegt dabei fast ausschließlich im Vorstellungsentgelt – nicht in der TÜV- oder DEKRA-Gebühr, die immer gleich bleibt. Pi mal Daumen lässt sich sagen: Wer in einer ländlichen Region mit günstiger Fahrschule prüft, zahlt am unteren Ende. Innenstadtschulen in Ballungsräumen sind teurer.
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Verfügbare Fahrzeuge ansehenPrüfungsgebühren nach Führerscheinklasse im Überblick
Die praktische Prüfung für einen Pkw ist nicht die einzige Klasse, die Menschen ablegen. Motorradführerscheine, Lkw, Bus – all das hat eigene Gebühren. Die folgende Tabelle zeigt die amtlichen Prüfungsgebühren bei TÜV/DEKRA für 2026 (Stand: aktuelle Gebührenordnung), ohne Fahrschul-Vorstellungsentgelt:
| Führerscheinklasse | Theorieprüfung (ca.) | Praktische Prüfung (ca.) | Gesamt Prüfungsgebühr (ca.) |
|---|---|---|---|
| AM (Mofa/Kleinkraftrad) | 22 € | 92 € | 114 € |
| A1 (Leichtkraftrad) | 22 € | 92 € | 114 € |
| A2 (mittleres Motorrad) | 22 € | 121 € | 143 € |
| A (Motorrad unbeschränkt) | 22 € | 121 € | 143 € |
| B (Pkw, Klasse B) | 25 € | 130 € | 155 € |
| BE (Pkw mit Anhänger) | – | 130 € | 130 € |
| C1 / C (Lkw) | 25 € | 145–185 € | 170–210 € |
| D / D1 (Bus) | 25 € | 161 € | 186 € |
Hinweis: Die Werte basieren auf der aktuellen amtlichen Gebührenordnung (FeV / DVR) und können je nach Organisation minimal abweichen. TÜV SÜD, TÜV Nord und DEKRA bewegen sich in denselben Rahmen.
Wie viel kostet die praktische Prüfung Klasse B in Bayern – und unterscheidet sich das vom Rest Deutschlands?
Die amtliche Prüfungsgebühr von rund 130 Euro gilt bundeseinheitlich – also in Bayern genauso wie in Nordrhein-Westfalen, Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern. Was regional abweicht, ist ausschließlich das Vorstellungsentgelt der Fahrschule. In München oder anderen bayerischen Großstädten liegen diese Entgelte oft am oberen Ende (250 bis 350 Euro), während ländliche Fahrschulen teils mit 150 bis 200 Euro auskommen.
Was steckt im Vorstellungsentgelt der Fahrschule?
Dieser Kostenpunkt sorgt regelmäßig für Frust. Viele Fahrschüler zahlen die TÜV-Gebühr direkt oder über die Fahrschule – und wundern sich dann, warum die Schule nochmals 200 Euro aufruft. Ist das legitim? Ja. Klingt simpel? Ist es auch, wenn man weiß, was dahintersteckt.
Das Vorstellungsentgelt umfasst typischerweise:
- Begleitung durch den Fahrlehrer während der gesamten Prüfung (oft 60 bis 90 Minuten inklusive An- und Abfahrt)
- Bereitstellung des Prüfungsfahrzeugs (mit aktueller Hauptuntersuchung, Vollkasko, Verbrauchskosten)
- Verwaltungs- und Anmeldeaufwand bei der Prüforganisation
Die Krux ist: Fahrschulen müssen diesen Betrag nicht transparent aufschlüsseln. Ein Vergleich vor der Anmeldung lohnt sich daher. Wer die Gesamtkosten realistisch einschätzen will, sollte bei der Fahrschule explizit nach dem Vorstellungsentgelt fragen – getrennt von den Fahrstundenpreisen.
Wie teuer wird es, wenn man die praktische Prüfung nicht besteht?
Durchgefallen? Kein Beinbruch – aber es kostet erneut Geld. Und zwar doppelt: die amtliche Wiederholungsgebühr plus das erneute Vorstellungsentgelt der Fahrschule.
Wie viel kostet die praktische Prüfung beim zweiten Mal?
Die amtliche Prüfungsgebühr wird erneut in voller Höhe fällig – also wieder rund 130 Euro für Klasse B. Hinzu kommt das Vorstellungsentgelt der Fahrschule, das je nach Schule zwischen 80 und 300 Euro liegt. Manche Fahrschulen bieten bei einer Wiederholung ein reduziertes Vorstellungsentgelt an (rund 80 bis 150 Euro), wenn kein zusätzlicher Übungsaufwand entsteht. In der Summe liegt eine Wiederholungsprüfung also bei rund 210 bis 430 Euro – ähnlich wie die Erstprüfung.
Was passiert nach 3 Mal Praxis durchgefallen?
Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für Wiederholungsversuche. Wer dreimal oder öfter bei der praktischen Prüfung durchfällt, kann sie weiterhin wiederholen. Es gibt allerdings keine automatische Pflicht zu einer Nachschulung – es sei denn, der Prüfer stellt gravierende Mängel fest oder die Fahrschule empfiehlt zusätzliche Fahrstunden. Ab dem dritten Misserfolg sollte man ernsthaft prüfen, ob mehr Übungsstunden sinnvoll sind. Jede Wiederholungsprüfung kostet erneut die vollen Gebühren.
Wie teuer ist es, wenn man die Praxisprüfung nicht besteht – Gesamtrechnung?
Rechnet man alle Kosten zusammen, die beim Scheitern entstehen, wird das Bild klarer. Neben der Wiederholungsgebühr (rund 130 Euro TÜV/DEKRA plus Vorstellungsentgelt) kommen oft noch zusätzliche Fahrstunden hinzu, die vor dem nächsten Versuch absolviert werden. Eine Fahrstunde kostet je nach Region und Fahrschule zwischen 45 und 70 Euro. Wer nach einem Nichtbestehen fünf zusätzliche Stunden einlegt und erneut antritt, rechnet schnell mit Mehrkosten von 450 bis 700 Euro allein für diese Runde.
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Gesamtkosten Führerschein Klasse B – die große Rechnung
Die Prüfungsgebühren sind nur ein Teil des Gesamtbilds. Hand aufs Herz: Der Führerschein Klasse B gehört zu den teuersten Ausbildungen im Alltag. Wer alle Kostenpositionen zusammenrechnet, kommt 2026 auf folgende Größenordnungen:
| Kostenposition | Typische Kosten (2026) |
|---|---|
| Anmeldegebühr Fahrschule | 100–250 € |
| Lehrmaterial (Bücher, Apps) | 30–80 € |
| Theorieunterricht (Gebühr) | inklusive oder 50–150 € |
| Fahrstunden (Pflichtfahrten, Ø 35–45 Stunden à 50–70 €) | 1.750–3.150 € |
| Sonderfahrten (Autobahn, Nacht, Überland) | 150–300 € |
| Theorieprüfung (TÜV/DEKRA) | rund 25 € |
| Praktische Prüfung (TÜV/DEKRA) | rund 130 € |
| Vorstellungsentgelt Fahrschule (praktisch) | 150–300 € |
| Erste-Hilfe-Kurs | 25–50 € |
| Sehtest | 5–20 € |
| Führerscheinantrag (Behörde) | 43 € |
| Gesamtkosten (Richtwert) | 2.400–4.500 € |
Die große Bandbreite erklärt sich durch die Anzahl der benötigten Fahrstunden – das ist der einzeln größte Posten. Wer überdurchschnittlich viele Stunden braucht, landet schnell am oberen Ende.
B197 – praktische Prüfung mit Schaltgetriebe oder Automatik?
Ein Sonderfall, der oft nachgefragt wird: die Führerscheinklasse B197. Dabei handelt es sich nicht um eine separate Klasse, sondern um den Schlüssel, der im Führerschein eingetragen wird, wenn die Prüfung auf einem Fahrzeug mit Automatikgetriebe abgelegt wurde. Mit diesem Eintrag darf der Inhaber ausschließlich Fahrzeuge mit Automatik führen – nicht mit Schaltgetriebe.
Die Prüfungsgebühren sind bei B und B197 identisch: rund 130 Euro amtliche Gebühr. Wer später auf den vollen Klasse-B-Schein (mit Schalterlaubnis) umsteigen möchte, muss eine Umschreibungsprüfung ablegen, die erneut Kosten erzeugt.
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Häufige Fragen
Wie viel kostet eine praktische Prüfung (Klasse B)?
Die amtliche Prüfungsgebühr bei TÜV oder DEKRA beträgt für die praktische Fahrprüfung Klasse B rund 130 Euro. Hinzu kommt das Vorstellungsentgelt der Fahrschule von 150 bis 300 Euro. Insgesamt fallen damit rund 280 bis 430 Euro allein für die Prüfung an – die Fahrstundenkosten sind dabei nicht eingerechnet. Die amtliche Gebühr ist bundesweit einheitlich geregelt.
Wie viel kostet eine bestandene Fahrprüfung insgesamt?
Wer die praktische Prüfung beim ersten Versuch besteht, zahlt für die Prüfung selbst rund 280 bis 430 Euro. Die Gesamtkosten für den Führerschein Klasse B liegen 2026 allerdings deutlich höher – im Schnitt zwischen 2.400 und 4.500 Euro, abhängig von der Anzahl der Fahrstunden, der Region und der Fahrschule. Der größte Einzelposten sind die Fahrstunden, nicht die Prüfungsgebühr.
Wie teuer ist es, wenn man die Praxisprüfung nicht besteht?
Wer die praktische Prüfung nicht besteht, zahlt bei einer Wiederholung erneut die amtliche Gebühr von rund 130 Euro sowie das Vorstellungsentgelt der Fahrschule. Dieses liegt bei einer Wiederholungsprüfung oft bei 80 bis 150 Euro – manchmal auch mehr. Kommen zusätzliche Übungsstunden hinzu (je 50–70 Euro), entstehen schnell Mehrkosten von 300 bis 600 Euro pro gescheitertem Versuch.
Wie viel kostet die praktische Prüfung beim zweiten Mal?
Auch beim zweiten Prüfungsversuch wird die amtliche TÜV- oder DEKRA-Gebühr von rund 130 Euro in voller Höhe erhoben. Das Vorstellungsentgelt der Fahrschule beträgt in der Regel zwischen 80 und 300 Euro. Manche Fahrschulen berechnen bei Wiederholungen einen reduzierten Betrag, wenn keine zusätzliche Vorbereitung notwendig ist – nachfragen lohnt sich.
Was passiert nach 3 Mal Praxis durchgefallen?
Wer dreimal bei der praktischen Fahrprüfung scheitert, kann trotzdem weiterhin antreten. Es gibt keine gesetzliche Begrenzung der Versuche. Eine automatische Pflicht zur Nachschulung besteht nicht, es sei denn, der Prüfer oder die Fahrschule empfiehlt sie ausdrücklich. Dennoch ist es sinnvoll, nach mehreren Misserfolgen die Ursache genau zu analysieren und gezielte Übungsstunden einzuplanen – das spart langfristig Kosten.
Wie hoch ist die Prüfungsgebühr – und wer legt sie fest?
Die Prüfungsgebühren für TÜV und DEKRA sind durch die amtliche Gebührenordnung gesetzlich geregelt. Für die praktische Prüfung Klasse B beträgt die Gebühr rund 130 Euro, für die Theorieprüfung rund 25 Euro. Diese Beträge gelten bundesweit einheitlich – unabhängig davon, ob der Prüfer von TÜV SÜD, TÜV Nord, TÜV Rheinland oder DEKRA gestellt wird.
Wie viel kostet die praktische Prüfung Klasse B in Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern?
Die amtliche Prüfungsgebühr von rund 130 Euro gilt in ganz Deutschland – auch in Bayern. Regionale Unterschiede entstehen ausschließlich durch das Vorstellungsentgelt der jeweiligen Fahrschule. In München und anderen bayerischen Großstädten liegt dieses Entgelt tendenziell höher (230 bis 350 Euro) als in ländlichen Regionen (150 bis 200 Euro). Die Gesamtkosten der Prüfung variieren damit je nach Fahrschulstandort deutlich.
Gibt es einen Unterschied zwischen TÜV Nord, TÜV SÜD und DEKRA bei den Prüfungsgebühren?
Nein, im Wesentlichen nicht. Alle amtlich anerkannten Prüforganisationen – TÜV SÜD, TÜV Nord, TÜV Rheinland, TÜV Hessen und DEKRA – erheben Gebühren im gleichen gesetzlichen Rahmen. Minimale Unterschiede von wenigen Euro sind möglich, weil jede Organisation ihre Kalkulation innerhalb des gesetzlichen Rahmens leicht anpassen kann. Praktisch sind die Beträge für Klasse B überall nahezu identisch.
Wer nach der Prüfung ein gebrauchtes Fahrzeug kauft oder ein vorhandenes Fahrzeug fit machen will, sollte den technischen Zustand vorab prüfen lassen – gerade vor dem ersten selbstständigen Fahren ist eine frische Hauptuntersuchung mehr wert als jede nachträgliche Reparatur.
