TÜV-Kosten E-Auto 2025: Preise für die Hauptuntersuchung
TÜV-Kosten für ein E-Auto liegen 2025 und 2026 zwischen rund 56 und 90 Euro für die Hauptuntersuchung. Da die Abgasuntersuchung bei Elektrofahrzeugen komplett entfällt, zahlen E-Auto-Fahrer deutlich weniger als Verbrenner-Fahrer, die mit HU und AU zusammen meist 150 bis 165 Euro rechnen müssen.
Was kostet der TÜV für ein E-Auto 2025 und 2026?
Die kurze Antwort: weniger als bei einem Verbrenner. Die etwas längere Antwort erklärt, warum das so ist und wo trotzdem Unterschiede entstehen können.
Bei der Hauptuntersuchung (HU) für ein Elektroauto entfällt die Abgasuntersuchung (AU) vollständig. Kein Motor, der Schadstoffe ausstößt – keine AU. Das spart je nach Prüfstelle und Bundesland zwischen 35 und 50 Euro gegenüber einem Verbrenner. Die HU selbst kostet für einen Pkw bis 3,5 Tonnen bei einer Prüforganisation wie TÜV, DEKRA oder GTÜ im Schnitt zwischen 56 und 90 Euro. Exakte Preise sind regional unterschiedlich, denn es gibt keine bundesweit einheitliche Gebührenordnung.
Zum Vergleich: Ein Benziner oder Diesel zahlt für HU plus AU zusammen rund 150 bis 166 Euro. TÜV SÜD listet für 2026 zum Beispiel 166 Euro für HU und AU eines Pkw auf. Die reine HU ohne AU liegt dort bei 108,50 Euro. E-Auto-Fahrer zahlen bei vergleichbaren Angeboten oft 56 bis 74 Euro – manchmal auch bis zu 90 Euro, je nach Region und Anbieter.
Warum variieren die Preise je nach Prüfstelle?
In Deutschland gibt es keine gesetzlich festgelegte Einheitsgebühr für die Hauptuntersuchung. TÜV, DEKRA, GTÜ, KÜS und andere Prüforganisationen kalkulieren ihre Preise selbst. Zusätzlich spielen Bundesland, Standort und teilweise Vertragskonditionen zwischen Werkstatt und Prüfer eine Rolle. Wer seine HU über eine anerkannte Vertragswerkstatt anmelden lässt, bekommt teils günstigere Kombinationspreise als bei direkter Buchung. Pi mal Daumen gilt: Großstädte und wirtschaftlich starke Regionen liegen eher im oberen Bereich, ländliche Gebiete manchmal etwas darunter.
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Die folgende Tabelle zeigt typische Kosten für die Hauptuntersuchung im Vergleich – Stand 2025/2026, Richtwerte für Pkw bis 3,5 Tonnen:
| Fahrzeugtyp | HU (ohne AU) | AU | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Elektroauto (Pkw bis 3,5 t) | 56 – 90 € | entfällt | 56 – 90 € |
| Verbrenner Pkw bis 3,5 t | 89 – 115 € | 30 – 55 € | 140 – 166 € |
| Motorrad (Verbrenner) | ca. 57 – 68 € | ca. 15 – 27 € | ca. 85 – 94 € |
| Anhänger ohne Bremse | ca. 46 € | – | ca. 46 € |
| Nachuntersuchung (bei Mängeln) | 15 – 30 € | – | 15 – 30 € |
Klar erkennbar: E-Auto-Fahrer sparen bei der HU real 60 bis 80 Euro gegenüber einem vergleichbaren Verbrenner-Pkw. Über mehrere HU-Zyklen summiert sich das spürbar.
Was wird beim TÜV für ein Elektroauto geprüft?
Viele E-Auto-Fahrer fragen sich, ob beim Wegfall der AU irgendetwas Wichtiges nicht mehr geprüft wird. Kurz: Nein. Die Hauptuntersuchung prüft alle sicherheitsrelevanten Komponenten vollständig.
Bei einem Elektroauto werden unter anderem folgende Bereiche untersucht:
- Bremsen, Lenkung, Fahrwerk, Beleuchtung, Reifen – identisch wie beim Verbrenner
- Karosserie, Sichtfelder, Innenausstattung bezüglich Sicherheitsausstattung
- Hochvoltsystem: Isolationszustand, Sicherheitstrenneinrichtungen, Warnaufkleber und korrekte Abschirmung der Hochvoltkomponenten
- Traktionsbatterie: äußerliche Sichtprüfung auf Beschädigungen und Undichtigkeiten
- Ladekabel-Anschlüsse und deren Zustand (sichtbare Schäden)
Der Hochvolt-Check ist der wesentliche Unterschied zur HU eines Verbrenners. Prüfer müssen dabei nicht das Innenleben der Batterie zerlegen – es geht um die elektrische Sicherheit des Systems nach außen. Aus unserer Werkstattpraxis sehen wir, dass Fahrzeuge, die regelmäßig gewartet wurden, diese Prüfung in der Regel problemlos bestehen.
Wer darf das Hochvoltsystem prüfen?
Für die Prüfung von Hochvoltkomponenten bei Elektrofahrzeugen sind besonders qualifizierte Fachkräfte notwendig. Prüfingenieure der anerkannten Prüforganisationen (TÜV, DEKRA, GTÜ, KÜS) müssen entsprechend geschult sein. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und stellt sicher, dass die Sicherheitsprüfung dem technischen Standard moderner Elektrofahrzeuge entspricht. Wer ein Elektroauto zur HU bringt, sollte sicherstellen, dass die gewählte Prüfstelle entsprechend zertifizierte Prüfer einsetzt – was bei allen großen Organisationen standardmäßig der Fall ist.
Wie oft muss ein Elektroauto zur Hauptuntersuchung?
Hier gilt dasselbe wie für Verbrenner. Ein neues Elektroauto muss erstmals nach drei Jahren zur HU. Danach ist alle zwei Jahre eine Hauptuntersuchung fällig. Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob das Fahrzeug elektrisch, hybrid oder mit Verbrennungsmotor angetrieben wird.
Konkret bedeutet das bei einer Erstzulassung im Januar 2023: erste HU spätestens Januar 2026, dann Januar 2028 und so weiter. Das Fälligkeitsdatum steht auf der Prüfplakette am Kennzeichen – die Farbe wechselt im Jahresrhythmus.
Wichtig: Wer die HU-Frist um mehr als zwei Monate überschreitet, zahlt bei der nächsten Prüfung einen Zuschlag. Bei mehr als acht Monaten Überschreitung wird das Fahrzeug sofort außer Betrieb gesetzt, wenn es bei einer Polizeikontrolle auffällt. Das gilt für alle Fahrzeuge – E-Auto oder nicht.
TÜV, DEKRA oder GTÜ: Wer ist günstiger?
Die Krux ist: Einen allgemeingültigen Sieger gibt es nicht. Alle drei Organisationen – und auch KÜS und weitere – arbeiten mit regional unterschiedlichen Preisen. Pauschal lässt sich sagen, dass GTÜ und KÜS in einigen Bundesländern leicht günstiger liegen als TÜV oder DEKRA, aber das ist kein stabiles Muster.
Sinnvoller als ein reiner Preisvergleich ist oft der Blick auf die lokale Verfügbarkeit und ob die Prüfstelle direkt an eine Werkstatt angebunden ist. Wer HU-Termin und nötige Vorarbeiten kombiniert, spart Zeit und teils auch Kosten für An- und Abfahrt.
Für ein Elektroauto gilt: Alle großen Prüforganisationen sind für die HU von Elektrofahrzeugen zertifiziert. Es gibt keinen sachlichen Grund, eine bevorzugen oder meiden zu müssen.
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Was ändert sich 2025 für E-Autos steuerlich?
Direkt zur HU hat das steuerliche Umfeld keinen Einfluss – aber es ist ein Thema, das viele E-Auto-Halter derzeit bewegt. Per 1. April 2025 entfiel in Österreich die Steuerbefreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer für Elektrofahrzeuge (BGBl. I Nr. 7/2025). Das betrifft österreichische Halter, nicht deutsche.
In Deutschland bleibt die Kfz-Steuerbefreiung für Elektroautos bis Ende 2030 bestehen, sofern das Fahrzeug bis dahin erstmalig zugelassen wurde. An den TÜV-Kosten selbst ändert sich 2025 gegenüber 2024 wenig Grundsätzliches – die Preise sind moderat gestiegen, wie in den Vorjahren auch. Laut ADAC und mehreren Prüforganisationen lagen die durchschnittlichen HU-Kosten für Pkw zuletzt bei 110 bis 150 Euro (Verbrenner inkl. AU). Für E-Autos bleibt der Korridor bei 56 bis 90 Euro stabil.
Klingt überschaubar? Ist es auch – zumindest beim TÜV.
Was kostet eine Nachuntersuchung beim E-Auto?
Falls das Fahrzeug bei der HU durchfällt, ist eine Nachuntersuchung nötig. Diese kostet je nach Prüforganisation und Bundesland zwischen 15 und 30 Euro, wenn sie innerhalb von einem Monat nach der ursprünglichen HU stattfindet. Wer länger wartet oder die Mängel nicht fristgerecht behebt, muss unter Umständen die volle HU-Gebühr erneut zahlen.
Bei E-Autos sind häufige Nachuntersuchungs-Gründe keine anderen als bei Verbrennern: Beleuchtungsmängel, Bremsverschleiß oder Reifenzustand. Hochvoltspezifische Mängel sind in der Praxis selten – vorausgesetzt, das Fahrzeug wurde ordentlich gewartet.
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Häufige Fragen
Wie teuer ist der TÜV für ein E-Auto?
Für ein Elektroauto bis 3,5 Tonnen kostet die Hauptuntersuchung 2025 und 2026 in der Regel zwischen 56 und 90 Euro. Da die Abgasuntersuchung bei Elektrofahrzeugen entfällt, liegt der Preis deutlich unter dem eines Verbrenners, für den HU und AU zusammen meist 140 bis 166 Euro kosten. Die genauen Preise variieren je nach Prüforganisation (TÜV, DEKRA, GTÜ, KÜS) und Bundesland.
Wie oft muss ein Elektroauto zur HU?
Ein neues Elektroauto muss erstmals nach drei Jahren zur Hauptuntersuchung. Danach wird alle zwei Jahre eine HU fällig – genauso wie bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Die Fälligkeit ist auf der Prüfplakette am Kennzeichen ablesbar. Wer die Frist um mehr als zwei Monate überschreitet, zahlt einen Aufschlag bei der nächsten Prüfung.
Was kostet eine HU für ein Elektroauto konkret?
Die HU für ein Elektroauto (Pkw bis 3,5 t) kostet je nach Prüfstelle und Region zwischen 56 und 90 Euro. TÜV SÜD nennt für die reine HU ohne AU rund 108 Euro für Verbrenner – für E-Autos liegen die meisten Organisationen deutlich darunter, weil der AU-Anteil wegfällt. GTÜ und KÜS sind in einzelnen Bundesländern etwas günstiger als TÜV oder DEKRA, ein pauschaler Vergleich ist aber schwierig.
Ist die Hauptuntersuchung für ein Elektrofahrzeug teurer?
Nein. Die HU für ein Elektroauto ist nicht teurer als für einen Verbrenner – sie ist in der Regel günstiger. Zwar prüft der Prüfingenieur beim E-Auto zusätzlich das Hochvoltsystem, aber das ist im Standardpreis enthalten. Die Ersparnis gegenüber einem Verbrenner entsteht durch den Wegfall der Abgasuntersuchung, die beim Verbrenner mit rund 35 bis 55 Euro zu Buche schlägt.
Was ist billiger: TÜV oder DEKRA?
Einen generellen Preissieger gibt es nicht. TÜV, DEKRA, GTÜ und KÜS kalkulieren ihre HU-Gebühren regional unterschiedlich. In manchen Bundesländern ist GTÜ oder KÜS leicht günstiger, in anderen liegen alle Anbieter eng beieinander. Sinnvoller als ein reiner Preisvergleich ist oft die Frage, welche Prüfstelle lokal gut erreichbar und in eine Werkstatt integriert ist – das spart Zeit und manchmal auch Nebenkosten.
Was ändert sich 2025 für E-Autos beim TÜV?
An den grundsätzlichen HU-Abläufen und -Kosten für E-Autos ändert sich 2025 nichts Wesentliches. Die Preise sind moderat gestiegen, wie in den Vorjahren. Die steuerliche Änderung per 1. April 2025 (Wegfall der motorbezogenen Versicherungssteuerbefreiung) betrifft Österreich, nicht Deutschland. In Deutschland bleibt die Kfz-Steuerbefreiung für Elektroautos bis Ende 2030 bestehen.
Was wird beim TÜV am E-Auto zusätzlich geprüft?
Zusätzlich zur Standardprüfung (Bremsen, Lenkung, Beleuchtung, Reifen usw.) prüfen Prüfingenieure beim Elektroauto das Hochvoltsystem: Isolationszustand der Hochvoltleitungen, korrekte Sicherheitstrenneinrichtungen und sichtbare Zustand der Traktionsbatterie von außen. Diese Prüfung ist im regulären HU-Preis enthalten und wird von qualifizierten Hochvolt-Prüfingenieuren durchgeführt. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten dafür.
Was kostet eine Nachuntersuchung nach einer nicht bestandenen HU?
Wenn ein Elektroauto die HU nicht besteht, kostet die Nachuntersuchung innerhalb eines Monats in der Regel 15 bis 30 Euro – je nach Prüforganisation und Bundesland. Wer die Frist überschreitet oder die Mängel nicht rechtzeitig behebt, muss möglicherweise die volle HU-Gebühr erneut zahlen. Häufige Nachuntersuchungs-Gründe sind Beleuchtungsmängel, Reifenverschleiß oder Bremsprobleme – nicht spezifisch für E-Autos.
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