Hybrid oder Elektroauto: Was passt zu deinem Fahrprofil?

Hybrid oder Elektroauto — was passt? Die Antwort hängt an vier Punkten: Jahresfahrleistung, Streckenmix, Lademöglichkeit zu Hause und geplante Haltedauer. Ein Elektroauto passt, wenn du ab etwa 15.000 km im Jahr fährst, zu Hause oder auf Arbeit laden kannst und das Auto mindestens vier bis fünf Jahre behältst. Ein Plug-in-Hybrid passt, wenn deine tägliche Strecke unter 50 km liegt, du täglich lädst und trotzdem regelmäßig unplanbare Langstrecken fährst. Ein Vollhybrid ist die richtige Wahl, wenn du gar keinen Ladepunkt hast und viel in der Stadt unterwegs bist.

Die drei Antriebe im Klartext: HEV, PHEV und BEV

Bevor du rechnest, solltest du die drei Begriffe sauber auseinanderhalten. In Prospekten steht überall „Hybrid“ — gemeint sind aber zwei völlig unterschiedliche Konzepte.

Vollhybrid (HEV)

Ein Vollhybrid kombiniert einen Verbrenner mit einem kleinen Elektromotor und einer kleinen Batterie. Diese Batterie lädst du nicht an der Steckdose. Sie füllt sich ausschließlich über den Verbrennungsmotor und über Rekuperation, also beim Bremsen und im Schubbetrieb.

Rein elektrisch fährt so ein Auto nur wenige Kilometer, typischerweise beim Anfahren, im Stop-and-go und bei niedrigem Tempo. Genau dort liegt sein Vorteil: Im Stadtverkehr spart ein Vollhybrid bis zu 37 Prozent Kraftstoff, auf der Autobahn nur noch 5 bis 10 Prozent. Angeboten wird die Technik quer durch den Markt, von Toyota über Honda und Kia bis zu Ford und Renault.

Plug-in-Hybrid (PHEV)

Der Plug-in-Hybrid hat dieselbe Grundidee, aber eine deutlich größere Batterie — und einen Ladeanschluss. Du lädst ihn an der Wallbox, an der Haushaltssteckdose oder öffentlich. Die elektrische Reichweite liegt in der Praxis je nach Modell bei rund 50 bis 133 Kilometern. Typische Kompaktmodelle schaffen 50 bis 60 km real bei 67 km nach WLTP-Norm, Spitzenmodelle wie der Seat Leon e-Hybrid kommen auf etwa 133 km.

Der Haken: Der PHEV ist ein Kompromissfahrzeug. Sein Vorteil hängt vollständig an deinem Verhalten. Lädst du regelmäßig, fährst du den Alltag praktisch elektrisch. Lädst du nicht, bewegst du einen schweren Verbrenner mit zusätzlichem Batteriegewicht.

Batterieelektrisches Auto (BEV)

Das reine Elektroauto fährt ausschließlich elektrisch, externes Laden ist Pflicht. Dafür entfallen Ölwechsel und ein großer Teil der Verschleißteile. Weil ein E-Auto überwiegend über den Motor verzögert, halten die Bremsen deutlich länger — ein Punkt, den unsere Meisterwerkstatt in Rostock bei Inspektionen regelmäßig bestätigt sieht.

Strukturell hat das BEV den Kostenvorteil: Steuerbefreiung, günstige Energiekosten, weniger Wartung. Strukturell hat es zwei Nachteile: den schwächeren Restwert und die Ladelogistik, wenn du keine eigene Wallbox hast.

Kriterium Vollhybrid (HEV) Plug-in-Hybrid (PHEV) Elektroauto (BEV)
Externes Ladennicht möglichnötig für den Vorteilzwingend
Elektrische Reichweitewenige km, nur Stadt50–133 kmgesamte Reichweite
Energiekosten / 100 kmunter Benziner-Niveaustark ladeabhängig6–9 € beim Heimladen
Kfz-Steuernach Hubraum und CO₂nach Hubraum und CO₂befreit bis 2030/2035
Dienstwagen1,0 %0,5 %0,25 %
Wartungvolle Verbrennerwartungzwei Antriebssystemekein Ölwechsel, wenig Verschleiß
Restwert nach 3 Jahrennahe Verbrenner-Niveauzwischen Verbrenner und BEV50,3 % des Listenpreises
Abhängigkeit vom Nutzerverhaltengeringsehr hochgering

Merke dir eine Faustregel: Ohne Lademöglichkeit zu Hause oder am Arbeitsplatz verlieren PHEV und BEV ihren wirtschaftlichen Kern. Dann bleibt der Vollhybrid die vernünftige Variante.

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Warum das Ladeverhalten beim Plug-in-Hybrid alles entscheidet

Kein anderer Antrieb reagiert so empfindlich auf Gewohnheiten wie der Plug-in-Hybrid. Ein aussagekräftiger Praxistest am Lynk & Co 08 zeigt die Spannweite: Mit voller Batterie liegt der Benzinverbrauch bei 0,3 l/100 km, ohne externes Nachladen bei 6,5 l/100 km. Das ist ein Faktor von über 20 — allein durch das Ladeverhalten. Dasselbe Auto, dieselbe Strecke, komplett anderes Ergebnis.

Ladeverhalten entscheidet: Benzinverbrauch eines Plug-in-Hybrids

0 2 4 6 0,3 Mit voller Batterie 6,5 Ohne externes Laden Angaben in Liter je 100 Kilometer
Praxistest eines Plug-in-Hybrid-SUV, identische Strecke, unterschiedliches Ladeverhalten.

Mit vollem Akku kommt das Fahrzeug auf 22,1 kWh plus 0,3 l je 100 km. Der sparsamste Plug-in-Hybrid im Vergleich schafft 17,7 kWh Gesamtenergie pro 100 km, wenn man den Sprit fair in Kilowattstunden umrechnet. Ein sparsames Beispiel liegt auf den ersten 100 Kilometern mit vollem Akku bei 11,5 kWh plus 1,7 l.

Warum Werksangaben lange irreführten

Die klassische Herstellerangabe mischt zwei Größen, die man nicht direkt vergleichen kann: Liter Kraftstoff und Kilowattstunden Strom. Deshalb rechnen seriöse Verbrauchstests den Spritverbrauch in kWh um und addieren ihn zum Stromverbrauch. Erst dann bekommst du eine ehrliche Gesamtenergiebilanz.

Gute Nachricht für alle, die 2026 kaufen: Seit diesem Jahr gelten realistischere Prüfvorgaben. Ein Audi A3 Sportback als Plug-in-Hybrid wird jetzt mit 1,1 l plus 12,2 kWh geführt statt vorher mit 0,3 l plus 14,7 kWh. Der Katalogwert liegt damit näher an dem, was du tatsächlich erlebst.

Die 30-Prozent-Schwelle

Auch ökologisch gibt es eine klare Marke: Erst ab etwa 30 Prozent elektrischem Fahranteil fährt ein Plug-in-Hybrid CO₂-ärmer als ein vergleichbarer Diesel. Rechne das ehrlich durch. Bei 15.000 km im Jahr müsstest du mindestens 4.500 km rein elektrisch zurücklegen — das entspricht bei 50 km elektrischer Reichweite rund 90 vollen Ladungen, also etwa zwei pro Woche. Wer das schafft, fährt ein sinnvolles Auto. Wer es nicht schafft, ist mit einem Vollhybrid oder einem sparsamen Diesel besser bedient.

Tipp aus der Werkstatt: Prüfe vor dem Kauf eines Plug-in-Hybrids ganz nüchtern, wo dein Ladekabel abends hängen soll. Carport mit Steckdose, Tiefgaragenstellplatz mit Wallbox-Option, Ladepunkt beim Arbeitgeber — eines davon brauchst du. Reine Laternenparker fahren mit einem Vollhybrid günstiger und entspannter.

Was die Antriebe pro 100 Kilometer wirklich kosten

Der laufende Betrieb ist der Posten, bei dem das Elektroauto am deutlichsten punktet. Beim Laden zu Hause liegst du bei 6 bis 9 € je 100 Kilometer, mit einem sehr günstigen Haushalts- oder Wärmepumpentarif sogar bei 4 bis 6 €. Ein Diesel kommt auf 8 bis 10 €, ein Benziner mit sieben Litern Verbrauch bei rund 1,80 € je Liter auf 12 bis 13 €.

Energiekosten je 100 Kilometer im Antriebsvergleich

0 € 4 € 8 € 12 € 6–9 € E-Auto (Heimladen) 8–10 € Diesel 12–13 € Benziner (7 l) Balkenhöhe entspricht der Obergrenze der Spanne
Reine Energiekosten ohne Wartung, Steuer und Versicherung.

Rechne das auf ein Jahr hoch: Bei 20.000 Kilometern sparst du mit dem E-Auto mindestens 800 € — nur bei den Energiekosten. Wartung ist dabei noch nicht eingerechnet. Wer viel schnellädt, muss die Rechnung nach oben korrigieren, denn an der DC-Säule zahlst du deutlich mehr als am eigenen Hausanschluss.

Der Blick auf die Vollkosten

Interessanter als der Energiepreis ist der Kilometerpreis inklusive Abschreibung, Versicherung und Wartung. Für einen VW ID.3 bei 13.000 km Jahresfahrleistung liegt dieser Wert bei 43,7 Cent pro Kilometer — und damit unter dem eines vergleichbaren VW Golf mit Benzinmotor. Das zeigt: Selbst bei moderater Fahrleistung ist die Rechnung inzwischen offen, nicht mehr automatisch zugunsten des Verbrenners.

Wartung ist der stille Vorteil

Beim Elektroauto entfallen Ölwechsel, Ölfilter, Zündkerzen, Zahnriemen und Abgasanlage. Die Rekuperation schont zusätzlich die Bremsen. In unserer Meisterwerkstatt in Rostock zeigt sich das an schlanken Inspektionsrechnungen — Bremsflüssigkeit, Innenraumfilter, Reifen, Sichtprüfung.

Beim Plug-in-Hybrid ist es umgekehrt: Du trägst zwei Antriebssysteme spazieren. Die komplette Verbrennerwartung bleibt, dazu kommen Hochvoltbatterie und Leistungselektronik. Das ist kein Drama, wenn das Auto gepflegt ist und die Serviceintervalle eingehalten wurden — aber es relativiert den Kostenvorteil gegenüber einem reinen Benziner.

Ab wann sich der Mehrpreis rechnet: Break-even nach Fahrleistung

Elektroautos und Plug-in-Hybride kosten in der Anschaffung meist mehr. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Ab wann holst du diesen Mehrpreis über die niedrigeren Betriebskosten wieder herein?

Jahresfahrleistung / Segment Zeit bis zur Kostenparität Einordnung
unter 8.000 kmmeist gar nichtgünstiger Benziner ist wirtschaftlicher
unter 10.000 kmüber 7 Jahrenur mit sehr günstigem Heimstrom sinnvoll
7.000 km, Kleinwagen um 25.000 €bereits wirtschaftlichAusnahme dank niedrigem Anschaffungspreis
15.000 km, allgemein4–6 Jahreder klassische Pendlerfall
15.000 km, Mittelklasse5–7 Jahrehöherer Mehrpreis verlängert die Rechnung
15.000 km, Oberklasse über 80.000 €rund 5 Jahreim Premiumsegment teils schon nach 3 Jahren
Kleinwagen und Kompaktklasse5–8 Jahreabsolute Ersparnis pro Jahr ist kleiner
25.000 km, Vielfahrerrund 3 Jahrebester Fall für das Elektroauto

Ein einfaches Rechenbeispiel macht das greifbar: 6.000 € Mehrpreis in der Anschaffung, 1.500 € jährliche Ersparnis bei Betriebs- und Wartungskosten — Amortisation nach vier Jahren. Alles danach ist Gewinn. Genau deshalb ist die geplante Haltedauer so wichtig. Wer alle zwei Jahre wechselt, kommt beim E-Auto selten in die Gewinnzone.

Spannend ist die Ausnahme am unteren Ende: Ein Kleinwagen wie der Renault 5 für rund 25.000 € ist bereits ab etwa 7.000 Kilometern im Jahr günstiger als ein vergleichbarer Benziner. Der Grund ist simpel — der Aufpreis gegenüber dem Verbrenner ist in dieser Klasse fast verschwunden. Wenn du in diese Richtung schaust, findest du passende Kleinwagen aus unserem Bestand in Rostock.

Und die Umwelt? Nach rund 90.000 gefahrenen Kilometern liegt die Ökobilanz eines Elektroautos vor der eines Diesels. Bei 15.000 km im Jahr ist dieser Punkt nach etwa sechs Jahren erreicht — bei einem Vielfahrer mit 25.000 km schon nach knapp vier.

Gut zu wissen: Der Break-even verschiebt sich deutlich nach vorn, wenn du einen jungen Gebrauchten kaufst. Den größten Wertverlust hat dann schon der Vorbesitzer getragen, während die niedrigen Betriebskosten für dich unverändert gelten. Genau deshalb sind gebrauchte E-Autos und Hybride aktuell rechnerisch besonders attraktiv.

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Der ehrliche Gegenposten: Restwert, Steuer und Förderung

Wer nur über Energiekosten redet, erzählt die halbe Geschichte. Der zweite große Posten ist der Wertverlust — und dort hat das Elektroauto derzeit den schwächsten Stand.

Restwert nach drei Jahren in Prozent des Listenneupreises

0 % 20 % 40 % 60 % 50,3 % Elektro 63,5 % Benziner 62,2 % Diesel Basis: Listenpreise ohne Rabatte, 15.000 bzw. 20.000 km pro Jahr
Die Restwerte aller Antriebsarten geben derzeit leicht nach.

Nach drei Jahren erzielt ein Elektroauto rund 50,3 Prozent des Listenneupreises, ein Benziner 63,5 Prozent und ein Diesel 62,2 Prozent. Die Differenz von gut 13 Prozentpunkten ist real und gehört in jede seriöse Rechnung. Bei einem Listenpreis von 40.000 € sind das etwa 5.200 € — genau die Summe, die du über Energie und Wartung erst wieder hereinfahren musst.

Zwei Einordnungen dazu: Erstens basieren diese Werte auf Listenpreisen ohne Rabatte und Prämien. Wer beim Kauf gut verhandelt oder ein rabattiertes Fahrzeug übernimmt, startet niedriger und verliert relativ weniger. Zweitens gilt derselbe Effekt umgekehrt beim Kauf: Ein drei Jahre altes E-Auto ist im Verhältnis günstig zu haben.

Kfz-Steuer: der klare Vorteil des E-Autos

Elektroautos sind bei Erstzulassung bis zum 31.12.2030 für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit, längstens bis zum 31.12.2035. Wichtig für alle, die gebraucht kaufen: Die Befreiung hängt am Fahrzeug, nicht am Halter. Ein bereits zugelassenes E-Auto bleibt also auch nach dem Halterwechsel innerhalb dieses Zeitraums steuerfrei.

Plug-in-Hybride profitieren davon nicht. Sie werden ganz normal nach Hubraum und CO₂-Ausstoß besteuert. Je nach Modell landest du hier bei einem mittleren zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Betrag pro Jahr.

Firmenwagen: 0,25 gegen 0,5 Prozent

Wenn du dein Auto als Dienstwagen privat nutzt, wird die Rechnung besonders eindeutig. Für Elektroautos gilt die 0,25-Prozent-Regelung bei Einhaltung der geltenden Preisgrenze, für Plug-in-Hybride 0,5 Prozent. Ein reiner Verbrenner liegt bei 1,0 Prozent.

Auch der Plug-in-Hybrid steht damit gut da: Gegenüber einem vergleichbaren Verbrenner bringt die 0,5-Prozent-Regelung bis zu 3.000 € Steuervorteil pro Jahr. Für Dienstwagenfahrer, die keine verlässliche Lademöglichkeit für ein reines E-Auto haben, ist das oft das ausschlaggebende Argument. Die jeweils aktuelle Preisobergrenze für die 0,25-Prozent-Regelung solltest du vor dem Kauf kurz gegenprüfen — sie wurde in den vergangenen Jahren mehrfach angehoben.

Reicht die Ladeinfrastruktur inzwischen? Der Stand Mitte 2026

Das häufigste Gegenargument beim E-Auto lautet: „Und wo soll ich laden?“ Die Zahlen zeichnen mittlerweile ein anderes Bild als noch vor drei Jahren. Zum 01.07.2026 gibt es in Deutschland 209.605 öffentliche Ladepunkte, davon 155.264 mit Wechselstrom und 54.341 Schnellladepunkte.

Ausbau der öffentlichen Ladepunkte in Deutschland

150.000 170.000 190.000 210.000 165.295Jan 25 175.141Aug 25 179.938Okt 25 193.985Jan 26 196.353Feb 26 209.605Jul 26 Öffentliche Ladepunkte in Deutschland, Zeitreihe nach Stichtagen
Das Wachstum liegt konstant bei rund 16 bis 17 Prozent im Jahresvergleich.

Besonders dynamisch ist der Schnellladeausbau. Die Zahl der DC-Ladepunkte stieg von 37.350 im Februar 2025 auf 54.341 im Juli 2026 — ein Plus von 33 bis 34 Prozent pro Jahr. Ultraschnelllader über 299 kW legten sogar um 41 Prozent zu, auf 16.406 Einheiten Anfang 2026. Monat für Monat kommen konstant über 1.000 Schnellladepunkte dazu. Die gesamte installierte Ladeleistung wuchs von 6,28 GW Anfang 2025 auf 9,04 GW zur Jahresmitte 2026.

Sind die Säulen überfüllt?

Diese Sorge lässt sich mit einer Zahl entkräften: Die durchschnittliche Auslastung öffentlicher Ladepunkte liegt bei rund 12 Prozent. Der nächste Ladepunkt ist im bundesweiten Schnitt in etwa fünf Minuten Fahrzeit erreichbar. Deutschland übererfüllt die europäischen Vorgaben zum Ladeausbau um ein Vielfaches.

Regional gibt es Unterschiede. An der Spitze standen Anfang 2026 Nordrhein-Westfalen mit 38.388 Ladepunkten (plus 20 Prozent), Bayern mit 37.264 (plus 16 Prozent) und Baden-Württemberg mit 33.028 (plus 14 Prozent). In Mecklenburg-Vorpommern ist das Netz dünner geknüpft als im Ruhrgebiet — dafür sind die Wege kürzer und Stellplätze mit eigener Steckdose deutlich häufiger. Für Rostock und Umgebung heißt das: Die Heimladung ist hier meist die realistischere und günstigere Lösung als die Abhängigkeit von öffentlichen Säulen.

Der Markt hat sich mitbewegt

2025 wurden in Deutschland über 545.000 Elektro-Pkw neu zugelassen. Im ersten Halbjahr 2026 waren 24,8 Prozent aller Neuzulassungen Elektroautos — rund 368.000 Fahrzeuge. Jedes vierte neue Auto fährt also rein elektrisch. Das ist auch für dich als Gebrauchtwagenkäufer relevant: Der Gebrauchtmarkt füllt sich, die Auswahl wird größer, die Preise werden attraktiver.

Welcher Antrieb zu welchem Fahrprofil passt

Jetzt wird es konkret. Für Vollhybride gegenüber klassischen Verbrennern lassen sich vier typische Profile mit belastbaren Ersparnissen beschreiben.

Fahrprofil km / Jahr Streckenmix Empfehlung Jährliche Ersparnis
Stadtpendler10.000–15.00070 % StadtVollhybrid400–650 € gegenüber Benziner
Mischfahrer15.000–20.00040 % StadtVollhybrid250–450 € gegenüber Benziner
Langstreckenfahrer25.000+70 % AutobahnDiesel200–400 € gegenüber Hybrid
Wenigfahrerunter 8.000variabelBenzinerAufpreis amortisiert sich nicht

Über fünf Jahre gerechnet liegt ein Vollhybrid trotz höherem Anschaffungspreis rund 2.564 € günstiger als ein vergleichbarer Benziner, der Aufpreis amortisiert sich nach etwa 3,5 Jahren. Das gilt für Modelle quer durch den Markt, von Toyota und Kia über Hyundai bis Ford, Renault und Skoda.

Elektroauto passt zu dir, wenn …

  • Pendelstrecke: täglich zwischen 50 und 150 km
  • Laden: Wallbox oder Steckdose zu Hause oder beim Arbeitgeber vorhanden
  • Fahrleistung: ab etwa 15.000 km im Jahr, bei sehr günstigem Heimstrom auch ab 5.000 km
  • Haltedauer: mindestens vier bis fünf Jahre geplant
  • Langstrecke: planbare Ausnahme, nicht die Regel

Plug-in-Hybrid passt zu dir, wenn …

  • Pendelstrecke: unter 50 km täglich und tägliches Laden realistisch
  • Firmenwagen: 0,5-Prozent-Regelung nutzbar, bis zu 3.000 € Steuervorteil pro Jahr
  • Arbeitgeber: Ladestation am Arbeitsplatz vorhanden
  • Langstrecke: kommt regelmäßig und unplanbar vor
  • E-Anteil: liegt realistisch über 30 Prozent

Vollhybrid passt zu dir, wenn …

  • Kein Ladepunkt: weder zu Hause noch am Arbeitsplatz
  • Streckenmix: hoher Stadtanteil, bis zu 37 Prozent Verbrauchsvorteil
  • Fahrleistung: 10.000 bis 20.000 km im Jahr

Beim klassischen Verbrenner bleiben, wenn …

  • Unter 8.000 km im Jahr: der Aufpreis holt sich nicht mehr herein
  • 25.000 km und mehr, überwiegend Autobahn, ohne Lademöglichkeit: hier bleibt der Diesel wirtschaftlich vorne

Der Fünf-Fragen-Selbsttest

Bevor du dich entscheidest, beantworte diese fünf Fragen schriftlich. Sie führen dich zuverlässiger zum passenden Antrieb als jede Werbebroschüre:

  1. Wie hoch ist dein Stadtanteil am Streckenmix?
  2. Wie viele Kilometer fährst du wirklich pro Jahr — laut Tacho, nicht laut Gefühl?
  3. Gibt es eine Lademöglichkeit zu Hause oder am Arbeitsplatz?
  4. Wie oft kommen echte Langstrecken vor: wöchentlich oder dreimal im Jahr?
  5. Wie lange willst du das Fahrzeug behalten?

Bring diese fünf Antworten mit, wenn du zu uns nach Evershagen oder Dierkow kommst. Wir gleichen sie mit unserem aktuellen Fahrzeugbestand ab und zeigen dir, welche Modelle rechnerisch zu deinem Profil passen — vom sparsamen Vollhybrid bis zum jungen gebrauchten Elektroauto.

Aktuelle Fahrzeuge aus unserem Bestand in Rostock

Mitsubishi Outlander (05/2019, Benzin)
Outlander 2.0 Diamant Edition 2WD +NAV+AHK+KAM+
Mitsubishi Outlander (05/2019, Benzin)
18.500 €
Differenzbesteuert gem. § 25a UStG, MwSt. wird nicht ausgewiesen
MarkeMitsubishi
ModellOutlander
KraftstoffartBenzin
Kilometerstand82.900 km
Erstzulassung05/2019
Kraftstoffverbr. komb. 6.7 l/100km · CO₂ komb.
Mazda 2 (08/2018, Benzin)
2 SKYACTIV-G 75 PS Kizoku +SHZ+KAM+NAV+
Mazda 2 (08/2018, Benzin)
13.300 €
Differenzbesteuert gem. § 25a UStG, MwSt. wird nicht ausgewiesen
MarkeMazda
Modell2
KraftstoffartBenzin
Kilometerstand21.400 km
Erstzulassung08/2018
Kraftstoffverbr. komb. 4.9 l/100km · CO₂ komb.
Vw Passat Variant (03/2021, Benzin)
Passat Variant 1.5 TSI DSG Business
Vw Passat Variant (03/2021, Benzin)
19.900 €
Differenzbesteuert gem. § 25a UStG, MwSt. wird nicht ausgewiesen
MarkeVw
ModellPassat Variant
KraftstoffartBenzin
Kilometerstand71.000 km
Erstzulassung03/2021
Kraftstoffverbr. komb. 5.6 l/100km · CO₂ komb. 128 g/km
Mazda 6 (07/2024, Benzin)
6 SK 2.5L SKYACTIV G 194ps 6AT TAKUMI
Mazda 6 (07/2024, Benzin)
31.800 €
Differenzbesteuert gem. § 25a UStG, MwSt. wird nicht ausgewiesen
MarkeMazda
Modell6
KraftstoffartBenzin
Kilometerstand20.900 km
Erstzulassung07/2024
Kraftstoffverbr. komb. 6.8 l/100km · CO₂ komb. 156 g/km
Mazda CX-5 (04/2019, Benzin)
CX-5 G165 6AG AWD Exclusive-Line +360+HUD+NAV+
Mazda CX-5 (04/2019, Benzin)
18.900 €
Differenzbesteuert gem. § 25a UStG, MwSt. wird nicht ausgewiesen
MarkeMazda
ModellCX-5
KraftstoffartBenzin
Kilometerstand125.500 km
Erstzulassung04/2019
Kraftstoffverbr. komb. · CO₂ komb.
Mazda CX-5 (08/2022, Benzin)
CX-5 Skyactiv-G165 Ad'vantage +LED+HUD+360+APP+
Mazda CX-5 (08/2022, Benzin)
24.300 €
Differenzbesteuert gem. § 25a UStG, MwSt. wird nicht ausgewiesen
MarkeMazda
ModellCX-5
KraftstoffartBenzin
Kilometerstand54.400 km
Erstzulassung08/2022
Kraftstoffverbr. komb. · CO₂ komb.

Autohaus Dethloff – dein Autohaus in Rostock

  • Zwei Standorte: Theodor-Körner-Str. 45, 18106 Rostock Evershagen & Hinrichsdorfer Str. 7f, 18146 Rostock Dierkow
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Häufige Fragen

Ab wie vielen Kilometern lohnt sich ein Elektroauto?

Bei 15.000 km jährlich liegt der Break-even nach vier bis sechs Jahren, bei 25.000 km schon nach rund drei Jahren. Günstige Kleinwagen um 25.000 € rechnen sich bereits ab etwa 7.000 Kilometern im Jahr.

Lohnt sich ein Plug-in-Hybrid, wenn ich nicht regelmäßig lade?

Dann greift der Vorteil nicht. Im Test liegt der Verbrauch bei 0,3 l/100 km mit voller Batterie und bei 6,5 l/100 km ohne externes Laden. Ohne Lademöglichkeit ist ein Vollhybrid die klügere Wahl.

Wie viel elektrischer Fahranteil ist beim Plug-in-Hybrid nötig?

Ab etwa 30 Prozent elektrischem Fahranteil fährt ein Plug-in-Hybrid CO₂-ärmer als ein vergleichbarer Diesel. Bei 15.000 km im Jahr entspricht das rund 4.500 elektrisch gefahrenen Kilometern, also etwa zwei Ladungen pro Woche.

Reicht die Ladeinfrastruktur in Deutschland inzwischen?

Zur Jahresmitte 2026 stehen 209.605 öffentliche Ladepunkte bereit, davon 54.341 Schnelllader. Die durchschnittliche Auslastung liegt bei rund 12 Prozent, der nächste Ladepunkt ist im Schnitt in fünf Minuten erreichbar.

Wie stark verliert ein Elektroauto an Wert?

Nach drei Jahren erzielen Elektroautos rund 50,3 Prozent des Listenneupreises, Benziner 63,5 und Diesel 62,2 Prozent. Für Gebrauchtwagenkäufer ist das ein Vorteil: Junge E-Autos sind dadurch besonders günstig zu haben.

Muss ich für ein Elektroauto Kfz-Steuer zahlen?

Nach aktueller Rechtslage nicht. Bei Erstzulassung bis 31.12.2030 gilt eine zehnjährige Befreiung, längstens bis 31.12.2035. Auch gebraucht gekaufte E-Autos bleiben in diesem Rahmen steuerfrei. Plug-in-Hybride sind nicht befreit.

Was kostet ein Elektroauto pro 100 Kilometer im Vergleich?

Beim Heimladen 6 bis 9 €, ein Diesel liegt bei 8 bis 10 €, ein Benziner mit sieben Litern bei 12 bis 13 €. Bei 20.000 km im Jahr ergibt das mindestens 800 € Ersparnis allein bei der Energie.